Coelestin Leuthner oder Cölestin Leuthner (auch Leutner oder Leittner; * 23. November 1695 in Traunstein; † 9. Januar 1759 in Wessobrunn) war ein deutscher Benediktiner.
Leben Leuthner absolvierte zunächst das Jesuitengymnasium in München und studierte dann an der Universität Salzburg. Unter dem Eindruck der dortigen Ordensleute gab er seinen Plan auf Weltpriester zu werden und trat am 7. November 1717 im Kloster Wessobrunn in den Benediktinerorden ein. Er empfing am 6. Juli 1721 die Priesterweihe und vollendete anschließend an der Universität Salzburg seine theologischen Studien. Anschließend wirkte er in der Seelsorge.
Leuthner wurde 1723 Gymnasialprofessor am Fürstbischöflichen Lyzeum Freising. Dort unterrichtete er Latein und verfasste, wie später in Salzburg, Festgedichte und Stücke für das Schultheater, die sich Beliebtheit erfreuten. Anschließend wechselte er 1733 an die Universität Salzburg, an der er als Professor der Rhetorik lehrte. Dort war er bis 1738 tätig. Er war außerdem Superior an der Wallfahrtskirche Zur Schmerzhaften Muttergottes in Vilgertshofen und zeitweise Sekretär der Bayerischen Benediktinerkongregation.
Leuthers Historia Monasterii Wessofontani gilt als sein Hauptwerk.
Werke (Auswahl) Applausus, Et Gratulatio Reverendissimo, Perillustri, Ac Amplissimo Domino, Domino Gregorio Ordinis S.P. Benedicti Antiquissimi, & Exempti Monasterii Tegernseenis Abbati Vigilantissimo, Immel, Freising 1726. Dramata Parthenia Ad Docendum Dei Amorem, Ad Incutiendum Peccatori Timorem, Ad Inserendam Animis Magnae Dei Matris Venerationem Accommodata: Commodo Studiosae Juventutis, praesertim Sodalium Marianorum, pluriumque, Primum In Scenam, Nunc In Lucem Publicam Data, Mayr, Salzburg 1736. Epigrammatum libri quatuor : cum lyricorum uno, elegiarum altero, Mayr, Salzburg 1738. Tres decades mirabilium beneficiorum Mariae dolorosae matris Vilgertshovii propitiae ..., Pingizer, Augsburg 1746. Coelum Christianum In quo Vita, Doctrina, Passio D. N. Jesu Christi, Nonnulla Deiparae Virginis Festa, SS. Apostolorum & Evangelistarum Gesta &c. Symbolicis figuris expressa, Epigrammate sacro elucidata, pia meditatione expensa proponuntur, Veith, Augsburg und Würzburg 1749. Historia Monasterii Wessofontani, 2 Bände, Wagner, Augsburg und Freiburg im Breisgau 1753.
Literatur Clemens Alois Baader: Lexikon verstorbener Baierischer Schriftsteller des achtzehenten und neunzehenten Jahrhunderts. Des Ersten Bandes Erster Theil, Jenisch und Stage, Augsburg und Leipzig 1824, S. 314 (online). Pirmin August Lindner: Die Schriftsteller und die um Wissenschaft und Kunst verdienten Mitglieder des Benediktiner-Ordens im heutigen Königreich Bayern vom Jahre 1750 bis zur Gegenwart. Manz, Regensburg 1880, Band 1, S. 178 f.
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