Trennungsfieber ist ein deutscher Fernsehfilm des Regisseurs Manfred Stelzer aus dem Jahr 2000. Die Tragikomödie entstand nach einem Drehbuch von Autorin Martina Brand und erzählt die Geschichte des Münchner Anwaltsehepaars Carla und Fritz, dargestellt von Senta Berger und Günther Maria Halmer, deren Berufs- und Privatleben aus den Fugen gerät, als sie bei der Scheidung eines befreundeten Paares gegnerische Interessen vertreten.

Handlung Die Münchner Scheidungsanwälte Carla Severin und Fritz Bauer sind seit 23 Jahren verheiratet und betreiben gemeinsam eine erfolgreiche Kanzlei. Während Fritz zunehmend mit seinem Berufsleben unzufrieden ist und davon träumt, die Kanzlei aufzugeben und mit Carla in ein Landhaus am See zu ziehen, möchte diese ihre Karriere als Anwältin konsequent fortführen. Für ihre Kanzlei gilt indessen seit jeher der Grundsatz, keine Mandate von Freunden zu übernehmen. Als jedoch ihre langjährigen Freunde, der Schönheitschirurg Toni und die Journalistin Liane, beschließen, sich scheiden zu lassen, wird dieses Prinzip auf die Probe gestellt: Aus Enttäuschung über Carlas Haltung übernimmt Fritz die Vertretung von Liane im Scheidungsverfahren, woraufhin Carla ihrerseits Toni, einen ehemaligen Verehrer, anwaltlich vertritt. Die berufliche Auseinandersetzung verschärft die ohnehin bestehenden Spannungen in ihrer Ehe zusätzlich.

Weitere Spannungen entstehen durch die bevorstehende Hochzeit ihrer Tochter Pia mit dem konservativen Offizier Edgar. Während Carla und Fritz das Scheidungsverfahren ihrer Freunde vorbereiten, gelangt ein Foto in Carlas Hände, das offenbart, dass Fritz Jahre zuvor eine Affäre mit Liane hatte, noch bevor diese Toni heiratete. Die Enthüllung erschüttert das Vertrauen zwischen den Eheleuten nachhaltig und verschärft den Konflikt einmal mehr. Tief gekränkt lässt sich Carla daraufhin auf eine unverbindliche Annäherung von Toni ein, was Fritz als Vergeltungsmaßnahme deutet. Nach einem heftigen Streit verlässt er die gemeinsame Wohnung. Auch die Hochzeit ihrer Tochter führt nicht zu einer Aussöhnung. Stattdessen beschäftigen sich beide zunehmend mit dem Gedanken an eine eigene Trennung. Erst im Verlauf des Scheidungsprozesses von Toni und Liane gelingt es Carla und Fritz, ihre Konflikte zu überwinden. Carlas Schlussplädoyer trägt schließlich dazu bei, die festgefahrene Situation zu lösen und den Weg für eine Versöhnung der Eheleute zu ebnen.

Rezeption Kritik mini|hochkant|Kritiker hoben vor allem das Spiel von Senta Berger und ihrem Spielpartner Günther Maria Halmer hervor. Die Redaktion von Prisma bezeichnete Trennungsfieber als „komisch-absurde Komödie“ in der Berger und Halmer „zu Hochform“ aufliefen. Stelzer habe den Film so „einfühlsam, einfallsreich und beängstigend realistisch“ inszeniert, dass so manches Paar sich „bei der einen oder anderen Szene wieder erkennen und nicht um ein Schmunzeln“ herumkäme. Lob fand die Fernsehzeitschrift auch für Komponist Lutz Kerschowskis „feinsinnige Musik“. Die Zeitschrift TV Spielfilm vergab die Bestwertung und urteilte, dass „die Burleske“ zwar mitunter in Albernheiten abrutsche, die Chemie „zwischen den Streithähnen Berger und Halmer“ jedoch die Possen rausreiße.

Emmanuel van Stein von Die Welt befand, dass Trennungsfieber „leider nur eine typisch deutsche Posse“ sei, die oft „ermüdend, lahm und krampfhaft lustig“ wirke. Nur Berger und Halmer rissen „mit ihrer Spielfreude das alberne Filmchen bisweilen aus seiner dumpfen Lethargie“. Filmdienst resümierte: „(Fernseh-)Ehekomödie nach vertrautem Schema und mit der üblichen Konfliktüberfrachtung“. Die Frankfurter Rundschau deklarierte Trennungsfieber als "Heuhaufen von Klischees", während die Berliner Morgenpost die Tragikomödie als „vorhersehbar“ einstufte.

Einschaltquoten Trennungsfieber feierte am 27. März 2000 im Rahmen der Spielfilmreihe Fernsehfilm der Woche im ZDF Erstausstrahlung. Mit 17 Prozent Marktanteil bei insgesamt 5,48 Millionen Zuschauern avancierte der Spielfilm zur meistgesehenen Produktion in der Hauptsendezeit.

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Kategorie:Filmtitel 2000 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Fernsehfilm (ZDF) Kategorie:Filmkomödie