Gisela Weber (* 1939 in Kassel) ist eine deutsche Bildhauerin.
Werdegang Nach einer Silberschmiedausbildung (1956–1960) und Prüfung zur Goldschmiedemeisterin (1966 an der Zeichenakademie Hanau) absolvierte Gisela Weber an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz ein Lehramtsstudium als Kunst- und Werkerzieherin, das sie 1980 mit dem 2. Staatsexamen abschloss. Ende der 1970er Jahre begann sie als freie Bildhauerin zu arbeiten. 1982 erhielt sie ein Stipendium für Bildhauerei des Landes Hessen an der Cité des Arts in Paris. Während des Aufenthalts in Paris entdeckte sie den Marmor als prägendes Material für ihr weiteres künstlerisches Werk.
Werk Charakteristisch für Gisela Webers Kunst sind lange, dünne, senkrecht in den Raum ragende Marmorstelen. Diese Skulpturen von bis zu 4 Metern Höhe und meist weniger als 20 cm Durchmesser bezeichnet sie selbst als „Zeichen“. Der Stein bleibt dabei unpoliert, so dass er nicht glänzt und im Licht schimmert. Ab Mitte der 1980er Jahre finden sich in Webers Werk auch Papierarbeiten, in denen sie zunächst mit Wachskreiden Farbe aufträgt, das Papier dann knickt und die Farben mittels Punzen als Strukturen auf die freie Seite des Papiers überträgt.
Vorlass Der Vorlass Gisela Webers befindet sich seit 2025 in der Kunst Nachlass Stiftung Frankfurt.
Einzelausstellungen (Auswahl) 1987 Zeichen, Ort und Zeit, 3 Installationen im Historischen Gelände am Dom, Frankfurt 1988 Galerie Foto-Medium-Art, Warschau (Polen) 1988 Kommunale Galerie im Leinwandhaus (mit Dagmar Hirsch-Post), Frankfurt 1995 Schirn Kunsthalle, Frankfurt 1995 Kunstverein Heidelberg 1996 Galerie Pabst, Frankfurt 1996 Buchmesse Frankfurt (mit Galerie Pabst) 1998 Kunstverein Friedberg 2002 Raum und Fläche, Museum Schloss Philippsruhe, Hanau; 2002 Kunsthalle am Goetheplatz, Weimar; Schillermuseum, Weimar 2005 Schiller, Goethe und Andere, Zeichnungen, Buchhandlung Himmelheber Heidelberg 2006 Galerie von Miller, Frankfurt 2009 Galerie Rehberg, Mainz 2012 Galerie m50, Frankfurt 2017 Kunstverein Bad Nauheim (mit Ann Reder, Astrid Linke-Zukunft und Heide Weidele) 2017 Kunstraum Bernusstraße, Frankfurt (mit Aloys Rump) 2019 Ausstellungshalle Schulstraße 1A, Frankfurt
Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl) 1983 Salon du Mai, Espace Chardin, Paris 1984 Gedok Karlsruhe 1984 Frauen gestalten Holz, West-Berlin 1986 Die große Kunstausstellung NRW, Museum Kunstpalast Ehrenhof, Düsseldorf 1987–90 Kunst in Frankfurt, Frankfurter Kunstverein 1990 Tanzplatz der Musen, Frauenmuseum, Bonn 1994 Stadt-Bild, Galerie im Karmeliterkloster, Frankfurt 1994 Zwischen Kunst und Handwerk, Goldschmiedehaus Hanau 1996 Art 96 – The London Contemporary Art Fair, (mit Galerie Pabst), London 2000 Schrift, Kunstverein Eisenturm, Mainz 2001 Galerien in Rheinland-Pfalz (mit Galerie Rehberg), Kunstverein Ludwigshafen 2004 Warriors, Europäischen Zentral Galerie, Frankfurt 2014/16/18 Petersburger Hängung, Galerie m50, Frankfurt 2023 50 Jahre Galerie Rehberg, Horn
Publikationen Heute und Zurück. Zeichen aus Marmor, Ausstellungskatalog, herausgegeben von der Stadt Frankfurt am Main, KANN-Verlag, Frankfurt, 2019, ISBN 978-3-943619-78-2 Raum und Fläche. Skulpturen und Zeichnungen, Ausstellungskatalog, herausgegeben vom Museum Hanau Schloss Philippsruhe, 2002, ISBN 3-00-00-8861-X
Weblinks Kunst Nachlass Stiftung Feuilleton Frankfurt Galerie m50
Kategorie:Bildhauer (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1939 Kategorie:Frau