Wilbur Schwartz, auch Willie Schwartz (* 17. März 1918 in Newark (New Jersey); † 3. August 1990 in Los Angeles), war ein US-amerikanischer Klarinettist und Saxophonist.

Leben und Wirken Schwartz spielte zunächst bei Julie Wintz und Paul Tremaine. 1938 wurde Glenn Miller auf ihn aufmerksam; durch sein Spiel der Lead-Klarinette im Saxophonsatz war Schwartz maßgeblich an der Entwicklung des Miller-Sounds beteiligt.

Nach Auflösung des damaligen Glenn Miller Orchestra im Jahr 1942 arbeitete Schwartz als Freelancer. 1946 schloss er sich Boyd Raeburn an. Schließlich ging er nach Hollywood und arbeitete hier als Studiomusiker. Den Buddy-DeFranco-Biografen Fabrice Zammarchi und Sylvie Mas zufolge war er nicht nur dessen Vorbild, sondern wurde zu einem der herausragendsten Musiker an der Westküste und zum führenden Klarinettisten der dortigen Studios. Als Studiomusiker war er ungenannt an mehreren Filmen beteiligt. Im Bereich des Jazz war er zwischen 1938 und 1983 an 697 Aufnahmen beteiligt; er spielte unter anderem mit Gene Krupa, Woody Herman, Dean Martin, Frank Sinatra, Bing Crosby/Louis Armstrong und Ella Fitzgerald.

Im Spielfilm Adoptiertes Glück (1941) ist Schwartz als Klarinettist zusammen mit Glenn Miller und seinem Orchester zu sehen. In Die Glenn Miller Story (1954) wurde Schwartz vom Musiker und Schauspieler Nino Tempo dargestellt.

Ab 1948 war Schwartz mit der Sängerin Peggy Clark verheiratet, mit der er mehrere Kinder hatte und großzog.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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