Gläserne Wundertiere ist eine Naturdokumentation von Ulrich K. T. Schulz von 1929. Es war der erste Tonfilm der UFA.

Inhalt Gezeigt werden kleine durchsichtige Tiere, wie Schnecken, Ringelwürmer, Krebse und Quallen im Meer. Ein Sprecher erklärt am Beginn und am Ende des Films einige Details.Kreimeier, 2005, S. 318

Hintergründe Gläserne Wundertiere entstand für den Bereich Biologie der Kulturfilmabteilung der UFA, der von Ulrich K. T. Schulz geleitet wurde. Es war die erste von etwa zwanzig Kurzdokumentationen mit vergrößerten Aufnahmen aus der Tier- und Pflanzenwelt mit der Mikrokamerafrau Herta Jülich und einer der ersten mit diesem Verfahren überhaupt.Kreimeier, 2005, S. 95–96, vorher gab es bereits einige kurze mikroskopische Filmaufnahmen, wie Der Wasserfloh (1921), Geissel der Menschheit und einige weitere Filme Die Aufnahmen wurden in einem Großaquarium gemacht (wie Die Kleinsten aus dem Golf von Neapel und weitere ihrer Filme). Es war auch der erste deutsche Tonfilm mit gesprochenen Worten.Christoph Wahl, Das Sprechen der Filme, Ruhr-Universität Bochum, 2003, Dissertation, S. 101 (PDF), vorher gab es nur Melodie der Welt von Walter Ruttmann, aber ohne gesprochene Worte

Der Film wurde am 2. August 1929 im Ufa-Filmpalast am Kurfürstendamm als Vorfilm zu dem Stummfilm Adieu, Mascotte erstmals gezeigt.Gero Gandert (Hrsg.), Der Film der Weimarer Republik, de Gruyter, Berlin/New York, 1993, S. 861 (Chronologie) Kinematograph, Anfang August 1929 (PDF), mit kurzer Erwähnung des Films Ulrich H. T. Schulz drehte 1956 einen gleichnamigen Kurzfilm im Golf von Neapel im Mittelmeer.Gläserne Wundertiere (1957) Filmportal

Literatur Klaus Kreimeier, Antje Ehrmann, Jeanpaul Goergen (Hrsg.): Geschichte des dokumentarischen Films in Deutschland. Band 2. Weimarer Republik 1919–1933. Reclam, Stuttgart 2005. S. 647 (PDF)

Weblinks Gläserne Wundertiere Filmportal Gläserne Wundertiere Murnau-Stiftung

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1929 Kategorie:Kurzfilm Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Tierfilm Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Meeresbiologie