mini|Ansicht von Osten, 2023 Das Gebäude des Hotels und Restaurants Lariau in der Gemeinde Ligerz () im Kanton Bern in der Schweiz wurde im 18. Jahrhundert errichtet und mehrfach umgebaut. Es ist ein ehemaliges Herbsthaus des Spätbarocks und steht unter Denkmalschutz.

Lage Das Haus mit der Adresse «Oberdorf 20» steht im Osten des Oberdorfs in der Baugruppe «Ligerz, Dorf». Als Kopfbau der südlichen Zeile des Oberdorfs liegt es gegenüber dem Bahnhofsgebäude im Heimatstil und nimmt eine «eminent wichtige Stellung» im Ortsbild von nationaler Bedeutung (ISOS) ein. Die Landschaft des «Linken Bielerseeufers» ist im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung verzeichnet.

Geschichte und Beschreibung Der Wohnstock wurde als Herbsthaus zwischen 1700 und 1799 um einen spätgotischen Kern erbaut. Er diente verschiedenen Berner Familien. Teilumbauten erfolgten zu Anfang des 19. Jahrhunderts, 1911 und 1953. Namensgebend war die Lariauländte am Uferabschnitt «sur les Larrus».Informationstafel «Lariau» am Gebäude. Neben dem Schiffsanleger war mit Bahnhof und der Ligerz-Tessenberg-Bahn («Vinifuni») ein Verkehrsknotenpunkt im Entstehen.

Die Nordseite weist mit dem ehemaligen Kellerportal Elemente des alten Kernbaus auf. Der «herrschaftliche», zweigeschossige Massivbau zeigt mit Mansarddach, Kubatur und den Fenstern im Obergeschoss noch ein spätbarockes Erscheinungsbild. Die hochrechteckigen Kreuzstockfenster sind ostseitig fünf- und nordseitig dreiachsig angelegt. Das Erdgeschoss wurde 1911 umfassend im Heimatstil zum Restaurant «Lariau» mit einer seeseitigen Veranda umgebaut. Die rundbogigen Fensteröffnungen sind in Jurakalkstein ausgeführt. Die Täferung des Saals im Obergeschoss und der seeseitigen Gaststube stammen ebenfalls aus dieser Zeit, ihre drei Fenster von 1953. Das Schild des Hotels zeigt über einem Hecht mit der Inschrift Lariau ein Wappen mit einem Rebmesser.

Im 21. Jahrhundert erhielt das Hotel «Lariau» eine umfassende Renovation. Die zwischenzeitlich verglaste Veranda wurde durch einen Anbau in Stahl und Glas ersetzt. Die Teilungen der Fenster wurden vereinheitlicht, sie erhielten wieder Läden. Die Biberschwanzeindeckung des Dachs wurde erneuert.

Der «bedeutende» spätbarocke Kopfbau wurde am 17. Mai 2002 als «schützenswert» in das kantonale Bauinventar aufgenommen und am 4. April 2016 vertraglich unter Schutz gestellt. Eine Informationstafel der Gemeinde weist auf die Geschichte und Bedeutung des Hauses hin.

Siehe auch Liste der Kulturgüter in Ligerz

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Belege

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