mini|Lage von Fyvie in Aberdeenshire Fyvie ist ein Civil Parish in der schottischen Council Area Aberdeenshire.Parish of Fyvie im Gazetteer for Scotland
Geschichte Der heutige Parish Fyvie wurde 1685 eingerichtet.Parish of Fyvie – Details im Gazetteer for Scotland Die neogotische Fyvie Parish Church wurde 1808 errichtet. Vermutlich nutzte sie den Standort ihres mittelalterlichen Vorgängerbauwerks. Die Grabsteine auf dem umgebenden Friedhof reichen bis in das 15. Jahrhundert zurück.
Der Name des Parish leitet sich aus dem Gälischen ab. Die Herleitung von gälisch Fia Chein bedeutet „Hirschhügel“The New Statistical Account of Scotland, Band 12, William Blackwood &Sons, Edinburgh, 1845, S. 315–344. (Digitalisat), während sich aus der Herleitung aus fiodh abhainn die Bedeutung „Wald/Gebiet am Fluss“.Fyvie in: James Brown Johnston: Place-names of Scotland, D. Douglas, Edinburgh 1892, S. 116. (Digitalisat)
mini|Fyvie Castle Fergus, 4. Earl of Buchan unterstützte 1179 die Einrichtung der St Mary’s Priory als Priorat der benediktinischen Arbroath Abbey.Fyvie in: Francis H. Groome (Hrsg.): Ordnance Gazetteer of Scotland: A Survey of Scottish Topography, Statistical, Biographical and Historical, Grange Publishing Works, Edinburgh, 1882–1885. Die Kapelle des um 1508 aufgelassenen Priorats soll in den 1840er Jahren noch ersichtlich gewesen sein. Am Standort wurde 1868 ein Keltenkreuz errichtet, das an das Priorat und den im Vorjahr verstorbenen James Hay Chalmers erinnert. Gight Castle war eine vermutlich im Laufe des 16. Jahrhunderts errichtete Burg, die 1791 mit dem Unfalltod des Eigentümers George Gordon, Lord Haddo aufgelassen wurde. Die Burg Fyvie Castle geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Belegt sind Aufenthalte Wilhelm des Löwen, Alexander II. und Eduard I. auf der königlichen Burg.
Im Kontext der Kriege der drei Königreiche errangen royalistische Truppen unter James Graham, 1. Marquess of Montrose Siege bei Tippermuir und Aberdeen. Nahe Fyvie Castle wurden die geschwächten Truppen Montrose’ 1644 aufgebracht. Sie flüchteten auf eine Anhöhe und richteten dort eine temporäre Stellung ein, die so gut verteidigt war, dass Archibald Campbell, 1. Marquess of Argyll als Anführer der Covenanter sie nicht einnehmen konnte und abzog. Die hastig errichteten defensiven Erdwerke sind heute als Montrose’s Camp denkmalgeschützt.
Einwohnerzahlen Jahr 1801 1811 1821 1831 1841 1851 1861 1871 1881 1891 1901 1911 1921 1931 1951 1961 1971 2022 EinwohnerScotland Census 1911, S. 167–180. (Digitalisat)Fyvie Parish : Total Population, visionofbritain.org.ukScotland Census 2022 2391 2594 3002 3252 3597 3927 4344 4511 4403 4049 3677 3547 3396 3180 3006 2570 2190 3342 MännerFyvie : Males & Females, visionofbritain.org.uk 1091 1204 1481 1586 1765 1941 2222 2158 2029 1820 1790 1691 1593 1476 Frauen 1300 1390 1521 1666 1832 1986 2289 2245 2020 1857 1757 1705 1587 1530
Von den 3547 im Jahre 1911 verzeichneten Personen waren 1790 männlichen und 1757 weiblichen Geschlechts. Sie teilten sich auf 742 Familien auf. Von den 791 verzeichneten Häusern waren 732 bewohnt.
mini|Panorama über den zentralen Parish Lage und Beschreibung Der Parish Fyvie liegt im Norden der Council Area beziehungsweise der traditionellen Grafschaft Aberdeenshire. Er ist den Cairngorms nordöstlich vorgelagert. Der 239 Meter hohe Hill of Easterton im Süden Fyvies markiert den höchsten Punkt des Parishs. Innerhalb von Fyvie befinden sich mehrere Dörfer: Das namensgebende Fyvie, Woodhead und Rothienorman sowie die Weiler oder Streusiedlungen Millbrex, Cottown, Tifty, Westertown und Easterton. Der Ythan bildet über eine kurze Strecke die Nordwestgrenze Fyvies, durchfließt den Parish und markiert auch einen Teil seiner Südostgrenze. Der Burn of Aslide bildet die Ostgrenze Fyvies. Er vereint sich mit dem Little Water und mündet in den Ythan. Weitere Bäche innerhalb der Parishgrenze, darunter der Fordoun Burn münden meist ebenfalls in den Ythan. Über signifikante Seeflächen verfügt Fyvie nicht.Karte der Ordnance Survey
Im Südwesten Fyvies stehen Grauwacke und Schiefer an. Im Nordwesten ist hingegen Old-Red-Sandstein und anderenorts Basalt, der von Quarz-, Calcit- und Hämatit-Phasen durchzogen ist. In der Ebene des Ythan liegen helle, fruchtbare Lehmböden vor. Anderenorts sind auch steinige und moorige Böden wechselnder Fruchtbarkeit zu finden.
Es umgeben die Parishes Auchterless, Daviot, Meldrum, Methlick, Monquhitter, Rayne, Tarves und Turriff. Der Parish umfasst eine Fläche von 119,9 Quadratkilometern. Die von Aberdeen nach Macduff führende A947 ist die Hauptverkehrsstraße des Parishs. Die 1857 eröffnete Banff, Macduff and Turriff Junction Railway der Great North of Scotland Railway wurde 1951 aufgelassen. Innerhalb des Parishs besaß sie mit Rothienorman und Fyvie zwei Bahnhöfe.Banff, Macduff and Turriff Junction Railway, railscot.co.uk
Einzelnachweise
Weblinks
Records for Fyvie, scotlandspeople.gov.uk
Kategorie:Civil Parish in Aberdeenshire