Sonja Sagmeister-Brandner (geboren 20. Mai 1975GISA-Abfrage am 7. Juni 2026 in Villach als Sonja Sagmeister) ist eine österreichische Journalistin. Sie kandidierte im Jahr 2026 zur Wahl der Generaldirektorin des ORF.
Ausbildung Sonja Sagmeister wuchs im Ortsteil Jenig der Südkärntner Stadt Hermagor auf und besuchte das Gymnasium in Hermagor.Dr. Sonja Sagmeister im Gailtal. Artikel vom 24. Mai 2011, abgerufen am 5. April 2017.Die Gailtaler Aufdecker Journalistin. Artikel vom 8. Juni 2016, abgerufen am 6. April 2017.
Sie absolvierte ein Magisterstudium für Englisch, Italienisch und Medien an der Karl-Franzens-Universität (Graz) und an der University of Eau Claire (USA) mit einer Diplomarbeit zum Thema Entwicklung der Anglizismen in der Radiosprache: eine Untersuchung des Ö3-Nachrichtenjournals von 1967 bis 1997.Entwicklung der Anglizismen in der Radiosprache: eine Untersuchung des Ö3-Nachrichtenjournals von 1967 bis 1997. Diplomarbeit 1999, Universität Graz. Ihr Doktorat erwarb sie an der Universität Klagenfurt und an der Duke University (USA) mit einer Dissertation zum Thema Anglizismen in der ORF Nachrichtensprache: eine empirische Studie zum Vergleich der Ö3-Nachrichten und Zeit im Bild 1 aus synchroner und diachroner Perspektive.Anglizismen in der ORF Nachrichtensprache: eine empirische Studie zum Vergleich der Ö3-Nachrichten und Zeit im Bild 1 aus synchroner und diachroner Perspektive. Dissertation 2008, Universität Klagenfurt.
2015 erfolgte ein Masterabschluss „Internationales Medien- und Innovationsmanagement“ an der DUW (vormals Freie Universität Berlin).
Berufliches
Sagmeister war ab ihrem 19. Geburtstag journalistische Mitarbeiterin des ORF. Anfangs im Landesstudio Kärnten tätig, wechselte sie später nach Wien und war dort unter anderem Mitglied der Redaktion der Zeit im Bild. Viele Jahre berichtete sie als Auslandskorrespondentin unter anderem aus Bozen, den USA oder aus dem arabischen Raum. Weiters war sie langjährige EU- und NATO-Korrespondentin in Brüssel.
Auseinandersetzung mit dem ORF Im Jahr 2024 wurde Sagmeister als Mitarbeiterin des ORF gekündigt. Laut der gekündigten Journalistin wäre ursächlich gewesen, dass sie in einem Interview mit Arbeitsminister Martin Kocher nicht abgesprochene Fragen gestellt habe. Laut ORF wären „dienstliche Pflichtverletzungen“ und „unerlaubte Nebentätigkeiten“ sowie ein Naheverhältnis zu einer bekannten Unternehmerpersönlichkeit ausschlaggebend gewesen. Siehe dazu den Abschnitt Unternehmerische Tätigkeiten.
Sagmeister führte bei der zuständigen Medienbehörde KommAustria und der Instanz Bundesverwaltungsgericht Beschwerde wegen angenommener Einschränkung ihrer journalistischen Freiheit und unterlag beide Male.
Arbeitsrechtliche Gerichtsverfahren am Arbeits- und Sozialgericht und am Oberlandesgericht Wien hinsichtlich der Kündigung des Dienstverhältnisses gewann Sagmeister, Durch Gerichtsbeschluss kam es zu einem neuerlichen Anstellungsverhältnis.
Kurz nach der Wiederanstellung kündigte der ORF Sagmeister neuerlich.
Zum Themenbereich Sagmeister-ORF richtete der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Christian Hafenecker im November 2025 eine parlamentarische Anfrage zum Thema Wer intervenierte im Fall der ORF-Journalistin Sagmeister? an den Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus. Wolfgang Hattmannsdorfer, der betreffende Minister, beantwortete die Anfrage.
Kandidatur für Führungspositionen des ORF
In Folge des Rücktrittes von ORF-Generaldirektor Roland Weißmann und der Entscheidung der interimistischen Generaldirektorin Ingrid Thurnher, sich nicht für eine weitere Periode zu bewerben, schrieb der ORF-Stiftungsrat die Position im Frühling 2026 öffentlich aus.
mini|Sonja Sagmeister GD-BewerbungSagmeister bewarb sich als unabhängige Kandidatin. In ihrer Bewerbung betonte sie öffentlich-rechtliche Qualitätsaspekte, die sie anstrebe:
Hof-Berichterstattung steht nicht im ORF-Gesetz Mehr Bürger-Beteiligung und Mitsprache im ORF Transparente Personalpolitik und Chancengleichheit für kompetente Frauen Gegen Postenschacher Demokratisierung der ORF-Redaktion
Weiters sprach sie Sparziele an wie etwa den Verzicht auf ein Dienstkraftfahrzeug.
Sagmeister veröffentlichte die Namen von prominenten Personen, die ihre Bewerbung unterstützten, wie etwa des ehemaligen Politikers Franz Fischler, des ehemaligen Diplomaten Wolfgang Petritsch, des ehemaligen Mitglieds des Europäischen Parlaments Hans Peter Martin oder des Journalisten Fred Turnheim.
Am 8. Juni 2026 wurde vom Stiftungsrat das offizielle Bewerberfeld bekannt gegeben. Sagmeister wurde dabei nicht genannt. Am folgenden Tag wurde veröffentlicht, dass Sagmeister von der SPÖ-nahen Stiftungsrätin Andrea Schellner nachnominiert worden wäre.
Laut ORF ergab die Wahl des Generaldirektors/der Generaldirektorin am 11. Juni 2026 das Ergebnis, dass Clemens Pig 21 von 35 Stimmen erhalten hatte. Sagmeister hätte keine Stimme erhalten.
Im Juli 2026 bewarb sie sich als Direktorin Audience und Plattformen des ORF.
Unternehmerische Tätigkeiten Seit 2018 betreibt Sagmeister als geschäftsführende Gesellschafterin die AMABO GmbH in Wien, die Entwicklungshilfeprojekte in Afrika unterstützt. Diese ist gewerberechtlich als Handelsunternehmen definiert. Ein weiterer Mitgesellschafter des Unternehmens ist die ZMH GmbH, ein Tochterunternehmen der Haselsteiner Privatstiftung. Sagmeister ist selbst Inhaberin der Gewerbeberechtigung Handelsgewerbe mit Ausnahme der reglementierten Handelsgewerbe und Handelsagent. Ein Tätigkeitsbereich von Amabo ist die Produktion von Dachziegeln in Kamerun.
Sagmeister ist auch als Moderatorin von Veranstaltungen tätig, etwa für das OÖ Wirtschaftssymposium 2012.
Privates Sonja Sagmeister ist mit dem Allgemeinmediziner Roland Brandner verheiratetKärntner im Herzen der EU. Artikel vom 9. Juni 2009, abgerufen am 6. April 2017. und hat zwei Kinder.
Werke Sonja Sagmeister-Brandner, Daniel Gros. Nachkrisenzeit : wie die erfolgreichste Denkfabrik Europas unsere Welt für die nächste Generation sieht. Ecowin. 2012 (Archivlink) Sonja Sagmeister-Brandner. Entwicklung der Anglizismen in der Radiosprache : eine Untersuchung des Ö 3-Nachrichtenjournals von 1967 bis 1997 (Archivlink) Sonja Sagmeister-Brandner. Breaking news : so kommen englische Wörter ins Radio und Fernsehen ; eine empirische Studie österreichischer Nachrichten zwischen 1967 - 2004. Frankfurt am Main, Wien (Archivlink)
Weblinks Kurzbiographie auf der Homepage der Universität Wien Kurzbiographie
Einzelnachweise
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