Alfred Freiherr von Krane (* 24. September 1840 in Polkwitz; † 31. Januar 1907 in Görlitz) war ein preußischer Major und Heraldiker. Er ist insbesondere bekannt für das von ihm verfasste Wappen- und Handbuch des in Schlesien landgesessenen Adels.
Leben Alfred entstammte dem westfälischen Adelsgeschlecht Krane. Er war ein Sohn des preußischen Oberst Friedrich von Krane, aus dessen erster Ehe mit Ottilie (1822–1856), Tochter des preußischen Majors Ludwig Otto von Meske.
Alfred von Krane schlug zunächst eine militärische Laufbahn in der Preußischen Armee ein. Im Deutschen Krieg von 1866 nahm er als Sekondeleutnant im Pommerschen Jäger-Bataillon Nr. 2 an den Schlachten bei Gitschin und Königgrätz teil. Aufgrund einer schweren Lungenentzündung schied Krane am 9. Februar 1869 als Halbinvalide mit Pension und der Aussicht auf Anstellung in der Gendarmerie aus dem aktiven Dienst.Militär-Wochenblatt. Nr. 14 vom 17. Februar 1869, S. 112. Er trat zunächst zu den beurlaubten Offizieren der Landwehr-Jäger des Reserve-Landwehr-Bataillons Berlin Nr. 35 über. Zum 1. März 1872 folgte seine Anstellung in der 9. Gendarmerie-Brigade. Ende Juni 1873 erhielt Krane den Charakter als Hauptmann und Mitte Januar 1885 das Patent zu seinem Dienstgrad. Am 4. März 1876 trat er zur 4. Gendarmerie-Brigade über, avancierte Ende Januar 1887 zum charakterisierten Major und erhielt Anfang März des Jahres das Patent zu seinem Dienstgrad, bevor er am 3. Oktober 1888 mit Pension und der Berechtigung zum Tragen der Uniform des Pommerschen Jäger-Bataillon Nr. 2 seinen Abschied aus dem Militärdienst nahm. Anlässlich seiner Verabschiedung wurde ihm der Rote Adlerorden III. Klasse mit Schleife verliehen.Militär-Wochenblatt. Nr. 97 vom 7. November 1888, S. 1999. Ab 1889 lebte von Krane in Görlitz, wo er sich intensiv seinen heraldischen und genealogischen Forschungen widmete.
Wirken Bereits während seiner Dienstzeit als Offizier beschäftigte sich von Krane mit der Wappenkunde. Sein bekanntestes Werk ist das ab 1901 im Verlag von C. A. Starke in Görlitz erschienene Wappen- und Handbuch des in Schlesien landgesessenen Adels, für das Adolf Matthias Hildebrandt die Wappenzeichnungen anfertigte.
Zudem erstellte er ein Verzeichnis der auf dem Friedhof zu Görlitz bestatteten Mitglieder adliger Familien, das 1896 und 1897 in der Vierteljahrsschrift für Wappen-, Siegel- und Familienkunde des Vereins Herold abgedruckt wurde. Eine von ihm erarbeitete Zusammenstellung der Stoschschen Ahnentafeln erschien teilweise in der Fachzeitschrift Der Deutsche Herold. Aufgrund seiner Forschungen wurde er als Mitglied in die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften aufgenommen.
Literatur Richard Jecht: Nachrichten aus der Gesellschaft. (Nachruf auf Alfred Freiherr von Krane). In: Neues Lausitzisches Magazin. Band 83, Görlitz 1907, S. 292. (Digitalisat) Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. 1896. Sechsundvierzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1895, S. 513. (Digitalisat)
Einzelnachweise
Kategorie:Major (Preußen) Kategorie:Person im Deutschen Krieg Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 3. Klasse Kategorie:Infanterist (Preußen) Kategorie:Heraldiker Kategorie:Freiherr Kategorie:Preuße Kategorie:Geboren 1840 Kategorie:Gestorben 1907 Kategorie:Mann