Das Österreichische Institut für Bautechnik (OIB) ist eine österreichische Institution in der Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins, die seit 1993 als Koordinierungsplattform aller neun österreichischen Bundesländer auf dem Gebiet des Bauwesens wirkt. Mit Sitz in Wien befasst sich das OIB mit der Harmonisierung bautechnischer Vorschriften, der Zulassung von Bauprodukten sowie der Marktüberwachung und Interessenvertretung Österreichs in europäischen Gremien.
Geschichte Das OIB wurde im Jahr 1993 gegründet, um die Zusammenarbeit im österreichischen Bauwesen auf eine gemeinsame rechtliche Grundlage zu stellen. Ausgangspunkt war die von den österreichischen Bundesländern geschlossene „Vereinbarung gemäß Artikel 15a B-VG über die Zusammenarbeit im Bauwesen“. Diese verfassungsrechtliche Grundlage ermächtigte das OIB als gemeinsamen Verein der Länder, verbindliche bautechnische Grundlagen für ganz Österreich zu erarbeiten.
Seither hat sich das OIB zu einer zentralen Institution des österreichischen Baurechts und der Bautechnik entwickelt. Über dreißig Jahre nach seiner Gründung nimmt es eine Schlüsselrolle an der Schnittstelle von Bautechnik, Baurecht und europäischer Normung ein.
Organisation und Mitglieder Das OIB ist als gemeinnütziger Verein mit Sitz in Wien organisiert. Vereinsmitglieder sind alle neun österreichischen Bundesländer: Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien.
Intern gliedert sich das OIB in mehrere Referate und Abteilungen, darunter das Referat Konstruktiver Ingenieurbau, das Referat Bauphysik sowie das Referat für kulturtechnische Angelegenheiten, Produkte für den Gebäudeausbau und Tiefbau. Hinzu kommen die Bereiche Marktüberwachung, Produktinformationsstelle und Informationsmanagement.
Einzelnachweise
Kategorie:Planen und Bauen (Österreich) Kategorie:Vereinsgründung 1993 Kategorie:Verein (Wien)