mini|hochkant=1.3|Streckenlayout des Guia Circuit Das Macau Guia Race (offiziell: Macau Guia Race – Kumho TCR World Tour Event of Macau, ehemals Guia Race of Macau, WTCC Guia Race of Macau, WTCR Macau Guia Race und Macau Guia Race – TCR Asia Challenge) ist ein internationales Tourenwagenrennen auf Basis des TCR-Reglements. Das Rennen wird auf dem 6,2 Kilometer langen Guia Circuit in den Straßen von Macau ausgetragen und ist Teil des traditionsreichen Macau Grand Prix.
Seit 2023 ist das Guia Race Bestandteil der TCR World Tour und bildet regelmäßig den Saisonabschluss der Meisterschaft. Vor der Einführung der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) im Jahr 2005 wurde das Rennen jährlich als eigenständiges internationales Tourenwagen-Event veranstaltet.
Geschichte Die erste Austragung des Guia Race fand 1972 statt. Im Laufe der Jahre entwickelte sich das Rennen zu einem der prestigeträchtigsten Tourenwagenrennen Asiens und zog zahlreiche internationale Spitzenfahrer an. Zu den Siegern zählen unter anderem Tom Walkinshaw, Johnny Cecotto, Roberto Ravaglia, Emanuele Pirro, Joachim Winkelhock, Andy Priaulx, Yvan Muller, Rob Huff und Thed Björk.
Das Rennen gilt traditionell als einer der Höhepunkte des Macau Grand Prix. Durch die Kombination aus engen Straßenschluchten, schnellen Geraden und den charakteristischen Leitplanken zählt der Guia Circuit zu den anspruchsvollsten Stadtkursen im internationalen Motorsport. Zudem erfreut sich das Rennen großer Beliebtheit, da viele der eingesetzten Fahrzeuge auf Serienmodellen basieren, die auch im Straßenverkehr Hongkongs und Macaus verbreitet sind.
TCR-Ära Seit 2018 wird das Guia Race nach dem TCR-Reglement ausgetragen. Von 2018 bis 2019 war das Rennen Teil des Tourenwagen-Weltcups (World Touring Car Cup).
Aufgrund der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie wurde das Rennen von 2020 bis 2022 im Rahmen der TCR China ausgetragen. Die internationale Beteiligung war in diesem Zeitraum eingeschränkt.
2023 wurde das Rennen in den Kalender der neu gegründeten TCR World Tour aufgenommen und bildete deren Saisonfinale. Zusätzlich erhielten die acht bestplatzierten Fahrer der TCR Asia Challenge Startberechtigungen für die Veranstaltung.
Früherer Meisterschaftsstatus Bevor es ein Lauf der Tourenwagen-Weltmeisterschaft wurde, war das Guia-Rennen bereits mehrfach Teil von FIA-Meisterschaften. 1994 war es ein Lauf der Asia-Pacific Touring Car Championship. Von 2000 bis 2003 zählte das Rennen zudem zur Asian Touring Car Championship. Zwischen 2005 und 2019 bildete es fast durchgehend das Saisonfinale der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) bzw. Tourenwagen-Weltcup (WTCR)). Es zieht regelmäßig lokale Fahrer an, die gegen die Serien-Stammfahrer antreten, wie etwa André Couto oder Ao Chi Hong.
Technisches Reglement Im Laufe seiner Geschichte wurde das Guia Race nach verschiedenen internationalen Tourenwagen-Reglements ausgetragen.
In den frühen 1980er Jahren kamen Fahrzeuge der Gruppe 5 zum Einsatz. Von 1983 bis 1990 wurde nach den Vorschriften der Gruppe A gefahren. Zwischen 1991 und 1993 waren Fahrzeuge der DTM startberechtigt.
Ab 1994 orientierte sich das Rennen am internationalen Supertourenwagen-Reglement. Im Jahr 2000 erfolgte der Wechsel auf die Super-Production-Kategorie. Seit 2004 werden Fahrzeuge nach dem Super 2000-Reglement eingesetzt, wodurch die Grundlage für die spätere Aufnahme in die WTCC geschaffen wurde. Seit 2018 wird das Rennen nach dem TCR-Reglement ausgetragen.
Sportliches Reglement Das Rennformat wurde im Laufe der Jahrzehnte mehrfach angepasst. Während der Gruppe-A-Ära wurde das Guia Race als einzelnes Rennen über 30 Runden ausgetragen.
Vor der Aufnahme in die WTCC wurde der Gesamtsieger zeitweise durch die Addition der Fahrzeiten zweier Rennläufe (Legs) ermittelt. Mit dem Einstieg in die Tourenwagen-Weltmeisterschaft wurde das Format mehrfach verändert.
Heute besteht die Veranstaltung aus zwei separaten Sprintrennen über jeweils neun Runden. Die Startaufstellungen werden durch das Qualifying sowie teilweise durch umgekehrte Startreihenfolgen der besten Fahrer bestimmt.
Ergebnisse