Bilder einer Ausstellung ist ein österreichischer Dokumentarfilm von Ulrich Seidl aus dem Jahr 1996. Der 45-minütige Fernsehfilm entstand als Produktion der Lotus-Film GesmbH im Auftrag des ORF und des WDR. Die Erstausstrahlung erfolgte am 17. Dezember 1996 im ORF in der Sendereihe Kunst-Stücke.
Inhalt Der Film stellt Besucherinnen und Besucher von Ausstellungen, Galerien und Museen in den Mittelpunkt. Sie sprechen über moderne und zeitgenössische Kunst, über Bilder, Objekte, Installationen und Performances. Seidl interessiert sich dabei weniger für kunsthistorische Erklärung als für die persönlichen Deutungen der Betrachtenden. Aus Gesprächen über Kunst entwickeln sich Reflexionen über Alltag, Weltanschauung, Träume, Ängste, Sexualität und Tod.
Produktion Regie und Drehbuch stammen von Ulrich Seidl. Produziert wurde der Film von Erich Lackner für die Lotus-Film GesmbH. Die Kamera führte Peter Zeitlinger, den Schnitt besorgte Walter Andreas Christen. Für den Ton war Ekkehart Baumung verantwortlich. Recherche und Regieassistenz übernahm Veronika Franz, die später Seidls Kodrehbuchautorin und künstlerische Mitarbeiterin wurde.
Als Darsteller beziehungsweise Gesprächspartner werden unter anderem Erich Finsches, Marie Kern, M. C. Kreindl, Hubert Fabian Kulterer, Barbara Paukner, Peter Reiser und René Rupnik genannt. Im Zuge der Recherche zu Bilder einer Ausstellung wurden mit Erich Finsches und René Rupnik Personen entdeckt, die später in weiteren Filmen Seidls auftraten, darunter Hundstage, Der Busenfreund und Paradies: Glaube.
Veröffentlichung Bilder einer Ausstellung wurde am 17. Dezember 1996 im ORF in der Reihe Kunst-Stücke erstausgestrahlt. 2017 wurde der Film im Rahmen der Diagonale zusammen mit Seidls Fernseharbeit Der Busenfreund erstmals im Kino gezeigt. Anlass war das Erscheinen der DVD-Box Ulrich Seidl: Alle Filme 1980–2017 / Complete Works.
Rezeption Der Film wurde mit dem Österreichischen Volksbildungspreis beziehungsweise dem Fernsehpreis der Österreichischen Erwachsenenbildung 1996 in der Kategorie Dokumentation ausgezeichnet. Die Jury hob hervor, dass Seidl Kunstwerke nicht durch Expertensprache erklären lasse, sondern die Wirkungen zeige, die Gegenwartskunst bei ihren Betrachterinnen und Betrachtern auslöse. Sie betonte außerdem Witz, Ironie und dramaturgische Spannung der Sendung.
Auszeichnungen 1996: Österreichischer Volksbildungspreis / Fernsehpreis der Österreichischen Erwachsenenbildung, Kategorie Dokumentation
Weblinks Bilder einer Ausstellung bei der Ulrich Seidl Filmproduktion Bilder einer Ausstellung bei Lotus-Film Bilder einer Ausstellung im Filmarchiv der Diagonale
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1996 Kategorie:Österreichischer Film Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Fernsehfilm (ORF) Kategorie:Kunstpädagogik Kategorie:Bildende Kunst (Österreich)