Der Schwarzgürtel-Mistelfresser (Dicaeum haematostictum) ist eine Vogelart aus der Familie der Mistelfresser (Dicaeidae).

Der Vogel ist endemisch auf den Philippinen auf Panay, Negros und Guimaras (Western Visayas).

Die Art wurde früher als Unterart des Rotbauch-Mistelfressers (Dicaeum austale) angesehen und als Dicaeum australe haematostictum bezeichnet.

Das Verbreitungsgebiet umfasst Wälder und Waldränder, Sekundärwald, auch Kulturland, Kokospalmenhaine, offene Landschaften, Gärten, meist um blühende und fruchttragende Bäume herum bis in Lagen von 1250 m. ü. M.

Der Artzusatz kommt von und .

Merkmale Der Vogel ist etwa 10 cm groß und wiegt etwa 9–11 g. Die Oberseite ist schwarz, bläulich glänzend, Kinn und Kehle sind weiß. Ein schwarzes Band zieht quer über den oberen Brustbereich, die übrige Brust und Unterseite sind grau mit einem schwarz umrandeten, breitem scharlachrotem Fleck in der Mitte. Die Flügelunterseite und die verdeckten Brustbüschel sind weiß. Die Iris ist dunkelbraun oder schwarz, der Schnabel dunkelbraun bis schwarz, die Beine sind graubraun oder schwarz. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Jungvögel sind dunkel graubraun an der Oberseite, an den Wangen und Nackenseiten, an der Unterseite grau. Die Iris ist haselnussfarben, die Basis des Oberschnabels und die hintere Hälfte des Unterschnabels sind cremefarben.

Geografische Variation Die Art ist monotypisch.

Die vorgeschlagene Unterart Dicaeum haematostictum whiteheadi , 1926M. Hachisuka: Dicaeum haematostictum whiteheadi. In: Bulletin of the British Ornithologists' Club, Band 47, S. 55, 1926, Biodiversity Library gilt als nicht unterscheidbar.

Stimme Die Rufe werden als „seet-seet“, ein kurzes „chip“, auch als „chip-seet-seet“ mit anschließendem Triller beschrieben.

Lebensweise Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten, Spinnentieren, Feigen (Ficus), Früchte, Blüten und eventuell auch Nektar und Pollen, die einzeln, paarweise oder in kleinen Gruppen gesucht werden, auch in gemischten Jagdgemeinschaften.

Die Brutzeit dürfte um den März herum sowie zwischen August und September liegen. Das Nest wird in 7–11 m Höhe an das Ende eines Zweiges gehängt oder in einem Baumfarn.

Das Gelege besteht aus einem sehr blass grünlich-weißem Ei mit fliederfarbener Zeichnung, am breiteren Ende reichlich gefleckt und überall mit olivbraunen Sprenkeln.

Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).

Literatur R. B. Sharpe: Dicaeum haematostictum. In: Nature, Band 14, S. 298, 1876, Biodiversity Library D. Allen: Birds of the Philippines. Lynx and Birdlife International Field Guides, S. 346–347, 2020, 978-84-16728-32-9 Flexi-cover / 978-84-16728-31-2 Hardback C. F. Mann: Systematic notes on Asian birds. 28. Taxonomic comments on some south and south-east Asian members of the family Nectariniidae. In: Zoologische Verhandelingen, Band 340, S. 179–189, 2002, Repository naturalis

Weblinks

Macaulay Library

Dicaeum haematostictum auf Briefmarken

Einzelnachweise P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF R. A. Cheke und C. Mann: Black-belted Flowerpecker (Dicaeum haematostictum), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Dicaeum haematostictum J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3. AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025 IOC World Bird List 15.2 Dippers, leafbirds, flowerpeckers, sunbirds J. F. Clements, P. C. Rasmussen, T. S. Schulenberg, M. J. Iliff, J. A. Gerbracht, D. Lepage, A. Spencer, S. M. Billerman, B. L. Sullivan, M. Smith und C. L. Wood: The eBird/Clements Checklist of Birds of the world: v2025, 2025, Version 2025. Abgerufen am 23. Januar 2026

Kategorie:Mistelfresser Kategorie:Endemisches Tier der Visayas