Anatole N’Kouet (* 28. September 1961 in Bangui; † 31. Dezember 2017 ebenda), auch in der Schreibweise Anatole Nkouet bzw. Anatole Koué, genannt Tola, war ein zentralafrikanischer Fußballspieler auf der Position des Mittelfeldspielers sowie Politiker.

Er war für den Hauptstadtverein Anges de Fatima aktiv und zentralafrikanischer Nationalspieler.

Biographische Daten Anatole N’Kouet war ein Neffe des von 1981 bis 1993 amtierenden Präsidenten der Zentralafrikanischen Republik André Kolingba. Er hatte zwei Söhne und drei Töchter.

N’Kouet starb am 31. Dezember 2017 im Alter von 56 Jahren in Bangui. Posthum wurde ihm der Ordre du Mérite centrafricain im Rang Commandeur verliehen.

Karriere Verein Über seine Vereinskarriere sind nur wenige verifizierbare Informationen bekannt. Im Jahr 1980 gehörte er dem Kader von Anges de Fatima aus der Hauptstadt Bangui an. Hier gewann er im gleichen Jahr die Coupe Nationale, welche eine Saison später erfolgreich verteidigt wurde.Central African Republic - List of Cup Winners (englisch) Zudem nahm er mit seinen Teamkollegen am African Cup Winners’ Cup 1981 teil. Dort schied die Mannschaft in der Vorrunde gegen den damaligen amtierenden Pokalsieger der DR Kongo TP Mazembe mit 0:7 im Gesamtergebnis aus.Cup Winners’ Cup 1981 (englisch) 1983 gewann N’Kouet seinen ersten Meistertitel der Central African Republic League, woraufhin er 1984 am African Cup of Champions teilnahm.Central African Republic - List of Champions (englisch) Hier schied Anges de Fatima in der ersten Runde gegen die gabunische Mannschaft FC 105 Libreville (2:8) aus.Champions’ Cup 1984 (englisch) Fünf Jahre später gewann N’Kouet an der Seite von Stéphane Damango mit der zentralafrikanischen Meisterschaft wieder einen Vereinstitel. Er nahm 1989 zum zweiten Mal am African Cup of Champions teil. Dort gewann er mit der Mannschaft in der Vorrunde gegen den äquatorialguineischen Verein CD Elá Nguema (4:1 nach Hin- und Rückspiel). In der nächsten Runde schied er mit seinen Teamkollegen gegen den damaligen amtierenden kamerunischen Meister Tonnerre Yaoundé (0:5) aus.Champions’ Cup 1989 (englisch) Im Jahr 1991 folgte N’Kouets letzter bekannter Vereinstitel mit dem Sieg im Finale der Coupe Nationale gegen das Team von Anges Makaron (6:2). Ob N’Kouet seine Karriere nach 1991 beendete, weiterhin im Kader von Anges de Fatima blieb oder zu einem anderen Verein wechselte und dort seine Karriere fortführte, ist nicht bekannt. Die Angabe, dass er in den 1980er-Jahren der erste zentralafrikanische Spieler war, der bei Canon Yaoundé in Kamerun und in der Reservemannschaft von Paris Saint-Germain stand, kann nicht gesichert belegt werden.Famille biologique et sportive commémorent le décès d’Anatole Nkouet (französisch)

Nationalmannschaft Seinen ersten bekannten Einsatz für die zentralafrikanische Fußballnationalmannschaft bestritt N’Kouet am 6. Dezember 1988, im Rahmen des UDEAC Cup, gegen die Auswahl von Gabun (3:4 n. E.) im Stade Ahmadou Ahidjo von Yaoundé.Gabon vs. Central African Republic 1988 (englisch)Coupe UDEAC 1988 (englisch) Auch beim UDEAC Cup 1989 gehörte er zum Kader der Zentralafrikaner und kam im Gruppenspiel gegen Kamerun (0:1) und bei der Niederlage im Finale, ebenfalls gegen Kamerun (0:3), zum Einsatz.Central African Republic vs. Cameroon 4 Dezember 1989 (englisch)Central African Republic vs. Cameroon 13 Dezember 1989 (englisch)Coupe UDEAC 1989 (englisch) In beiden Partien erzielte N’Kouet das jeweils einzige Tor für die Les Fauves. Das Finale gegen Kamerun war gleichzeitig sein letzter Einsatz im Nationaltrikot. Ob er darüber hinaus weitere Partien für die zentralafrikanische Republik bestritt, kann nicht verifiziert werden.

Erfolge Zentralafrikanischer Meister (2): 1983, 1988 Zentralafrikanischer Pokalsieger (3): 1980, 1981, 1991

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Fußballnationalspieler (Zentralafrikanische Republik) Kategorie:Zentralafrikaner Kategorie:Geboren 1961 Kategorie:Gestorben 2017 Kategorie:Mann