Die TV-Dokumentation Karriere im KZ – Vom Bauernsohn zum NS-Verbrecher von Susann Reich und Jobst Knigge. Sie zeigt Rückschlüsse aus dem privaten Fotoalbum von Kurt Erich Schreiber, der 1947 wegen seiner Beteiligung an Verbrechen in Konzentrationslagern als Kriegsverbrecher verurteilt wurde. Das Album mit dem Titel SS-Erinnerungen enthält 206 Fotografien, etwa die Hälfte mit ihm selbst. Auf diesen Fotos kann man Stationen seines Werdegangs bis 1945 verfolgen. Die Bilder zeigen mit ihm eine typische SS-Karriere eines NSDAP-Anhängers und zugleich das Entstehen eines Netzwerkes von SS-Verbrechern aus Mitteldeutschland, die nach 1933 ausgehend von deren Beteiligung an Verbrechen im KZ Lichtenburg einen wesentlichen Teil des Systems der deutschen Konzentrationslager prägten. Viele Personen sind mehrfach abgebildet und waren später führender Teil verschiedener großer Konzentrationslager.

In der Dokumentation erklärt der Historiker Stefan Hördler, Mitherausgeber eines Werks zum Höcker-Album, die Methoden, die zu den Aussagen über die Täter-Biografien führten.

Der Film oder Teile wurden auch unter den Titeln Das vergessene Fotoalbum der SS, Das geheime Fotoalbum der SS gezeigt.

Weblinks

Kurt Sagatz: TV-Doku über die Karriere eines KZ-Täters: Kecke Hütchen und Totenkopf-Mützen. in Tagesspiegel vom 20. August 2024

Einzelnachweise

Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Filmtitel 2024 Kategorie:KZ-Film Kategorie:Fernsehfilm (ARD)