Christian Heinrich Eustachius Stobwasser (* 8. Juli 1780 in Braunschweig; † 5. August 1849 in Berlin) war ein deutscher Lackkünstler und Lackwarenhersteller.
Leben Seine Eltern waren der Lackwarenfabrikant Johann Heinrich Stobwasser und dessen Ehefrau Sophie Elisabeth, geborene Gersting. Er wuchs seit seinem vierten Lebensjahr in der Erziehungsanstalt der Herrnhuter Brüdergemeine in Kleinwelka auf. Nach der Schulzeit studierte er Theologie am Pädagogium der Brüdergemeine von Barby. Im Alter von 19 Jahren brach er sein Studium ab, um in das Unternehmen seines Vaters einzutreten. Nach einem Aufenthalt zur Weiterbildung in England im Jahr 1804, wurde er zum Teilhaber der Firma ernannt. 1810 wurde er alleiniger Leiter der Betriebe in Braunschweig und Berlin. 1818 übersiedelte er mit seiner Familie nach Berlin, nachdem er die Führung des Braunschweiger Unternehmens seinen Mitarbeitern August Wilhelm Meyer und Carl Friedrich Wried übertragen hatte, denen er 1831 die Fabrik verkaufte. Ab 1832 firmierte sie als Stobwassers Nachfolger Meyer & Wried und bestand bis 1856.
Die Berliner Firma erreichte unter ihm ihre höchste Blüte. Neben der Leitung seines Betriebes war er in Berlin vielseitig engagiert. 1844 wurde er Vorstandsmitglied des Vereins zur Beförderung des Gewerbefleißes in Preußen. Er war bereits seit 1814 Mitglied der Berliner Singakademie und ab 1828 auch der Zelterschen Liedertafel.Zeltersche Liedertafel. In: Berliner Klassik. Abgerufen am 18. Mai 2026 Außerdem war er Mitglied in der Gesellschaft der Freunde der Humanität, im Hauptverein für christliche Erbauungsschriften in den Preußischen Staaten, 1832 Direktor und von 1833 bis 1848 Sekretär der Preußischen Haupt-Bibelgesellschaft.
Familie Christian Heinrich Stobwasser heiratete 1808 Julie Charlotte Louise Natorp (1790–1865), Tochter des Carl Christoph Natorp (um 1751–1830), Bankprokurist und Stadtrat in Berlin. Das Paar hatte die Kinder Marie (* 7. Februar 1811; † 1876) ⚭ Carl Gottlieb Reißiger (* 31. Januar 1798 in Belzig; † 7. November 1859 in Dresden), Dirigent, Komponist und Hofkapellmeister Cecile (* 1815) Gustav Arnold (* 1816 in Braunschweig; † 1898 in Berlin), Maler und Nachfolger seines Vaters Ernst Adolph (1818–1871), Pastor 4 weitere Kinder
Auszeichnungen 1830: Ernennung von der Berliner Akademie zum akademischen Künstler 1844: Roter Adlerorden 3. Klasse
Literatur
Weblinks Die Lackfarbenmanufaktur Stobwasser
Einzelnachweise
Kategorie:Unternehmer (Braunschweig) Kategorie:Unternehmer (Berlin) Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 3. Klasse Kategorie:Lackkunst Kategorie:Geboren 1780 Kategorie:Gestorben 1849 Kategorie:Mann