mini|Karl-Gustav Ruch (2024) Karl-Gustav Ruch (* 1954 in Zürich) ist ein Schweizer Autor von Kurzgeschichten, Erzählungen und Romanen. Er lebt in Spanien. Seine Erzählprosa bewegt sich zwischen Kultur- und Sprachgrenzen und ist von einem skurrilen, doppelbödigen Realismus geprägt.
Leben Karl-Gustav Ruch wuchs in der Region Zürich auf. Nach der Matura absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Gitarrenlehrer in Winterthur. Anschliessend studierte er Germanistik, Philosophie und Psychologie an der Universität Zürich. Er arbeitete als Gitarrenlehrer und später als Gymnasiallehrer für Deutsch und Philosophie in Winterthur. Von 1990 bis 2018 unterrichtete er Deutsch und Musik an der Schweizerschule Barcelona. Seither lebt er als freier Schriftsteller in Barcelona. Seit 2003 ist er Mitglied des Vereins Autorinnen und Autoren der Schweiz.
Veröffentlichungen
Buchpublikationen 2003: Talgo Pendular – Geschichten zwischen Zürich und Barcelona (Erzählband), Eremiten-Presse, Düsseldorf. 2011: Hinter der Wand – Geschichten zwischen Zürich und Barcelona (Erzählband), edition 8, Zürich. 2018: Das letzte Fenster (Roman), Hockebooks, München. 2024: Linas Baum (Roman), Leipziger Literaturverlag, Leipzig.
Publikationen in Zeitschriften und Zeitungen Ab 1987 erschienen erste Prosatexte in den Zeitschriften Einspruch, Drehpunkt, Entwürfe, Orte, Volltext und Die Brücke; daneben veröffentlichte Ruch journalistische Texte im Landboten und im Bund. Seit 2022 erscheinen Texte und Fotografien auf der Plattform Aus dem Alltag.
Preise und Auszeichnungen 2004: Mitgewinner des OpenNet-Wettbewerbs der Solothurner Literaturtage mit dem Text Heimat.02.
2009: Paul Jandl nominierte Ruch mit der Erzählung Hinter der Wand für den Ingeborg-Bachmann-Preis.
Rezeption Manfred Papst schrieb 2004 in der NZZ am Sonntag, die Erzählungen in Talgo Pendular zeichneten sich durch „Beobachtungsgabe, Rhythmus [und] Sinn fürs pointierte Detail“ aus.
Über den Erzählband Hinter der Wand schrieb Papst 2011, Ruchs Texte überzeugten „durch ihre Skurrilität und Doppelbödigkeit“ und stünden „in einer Tradition, die von Kafka bis zu Polanski reicht“.
Katharina Knorr verwies im Literarischen Monat auf Bezüge zu Robert Walser, Franz Kafka, Jorge Luis Borges und Anton Tschechow.
Beatrice Eichmann-Leutenegger hob in der Neuen Zürcher Zeitung Ruchs „Spiel- und Sprachfreude“ sowie seinen „geistreichen Witz“ hervor.
Weblinks Offizielle Website Karl-Gustav Ruch bei Literaturport Karl-Gustav Ruch beim Ingeborg-Bachmann-Preis Karl-Gustav Ruch im Lexikon Autorinnen und Autoren der Schweiz Karl-Gustav Ruch bei Aus dem Alltag
Einzelnachweise
Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Autor Kategorie:Kurzgeschichte Kategorie:Erzählung Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1954 Kategorie:Mann