mini|hochkant|Moky Makura (2024) Moky Makura ist eine nigerianische Autorin, Journalistin, Fernsehmoderatorin, Produzentin, Schauspielerin, Verlegerin und Kommunikationsexpertin. Sie ist Geschäftsführerin von Africa No Filter, einer Organisation, die stereotype Narrative über Afrika durch Geschichtenerzählen und Gemeinschaftsbildung verändern will.
Leben und Wirken Moky Makura arbeitete in Südafrika als Moderatorin von Carte Blanche. Für M-Net produzierte und präsentierte sie die Lifestyle-Serie Living It, welche den Lebensstil wohlhabender Afrikaner porträtierte. Als Autorin veröffentlichte sie Africa’s Greatest Entrepreneurs, dessen Vorwort Richard Branson schrieb und das beim Erscheinen zu den zehn meistverkauften Wirtschaftsbüchern Südafrikas zählte. Im Jahr 2009 gründete sie in Südafrika die Liebesromanreihe Nollybooks, die sich an junge, urbane, schwarze Leserinnen richtete und afrikanische Figuren, Schauplätze und Beziehungsbilder in populärer Unterhaltungsliteratur in den Vordergrund stellen sollte. Sie trat als Geschäftsführerin von Africa No Filter hervor und veröffentlichte in dieser Rolle auch medienkritische Beiträge außerhalb Afrikas.
Wirken Mit Nollybooks übertrug Makura das Prinzip massenhaft zugänglicher Liebesgeschichten auf einen afrikanischen Kontext; die Reihe war von Nollywood inspiriert und sollte Bücher stärker als Unterhaltung statt nur als Bildungsmedium positionieren. The Times zählte sie 2011 zu 25 Personen, die eine afrikanische Renaissance vorantrieben, und beschrieb ihre Nollybooks-Bookazines als in Afrika spielende Liebesgeschichten für afrikanische Frauen. Bei Africa No Filter verlagerte Makura ihren Schwerpunkt auf die Frage, wie Afrika in Medien, Populärkultur, Entwicklungspolitik und globalen Institutionen erzählt wird. Die von Africa No Filter 2021 gestartete Nachrichtenagentur Bird verbreitete bereits bis Ende 2022 rund 400 Geschichten über afrikanische Entwicklungen jenseits von Armut, Konflikt und Korruption an etwa 100 afrikanische Medienpartner. In einem CNN-Kommentar von 2022 kritisierte Makura rassistische Muster in der Berichterstattung über den russischen Angriff auf die Ukraine und zeigte einen Zusammenhang mit ihrer Arbeit gegen stereotype Afrikabilder auf. Im Guardian wandte sie sich 2023 gegen eine nostalgische Wiederbelebung von Live-Aid-Bildern und beschrieb die daraus hervorgegangene „Save Africa“-Industrie als bevormundend. Eine Studie von Africa Practice und Africa No Filter kam 2024 zu dem Ergebnis, dass negative Stereotype in der internationalen Afrikaberichterstattung afrikanische Staaten jährlich bis zu 3,2 Milliarden Pfund an überhöhten Zinszahlungen kosten könnten. Ein späterer Schwerpunkt ihrer Arbeit war die Kampagne Correct The Map, welche die Ablösung der Mercator-Projektion durch die flächentreuere Equal-Earth-Projektion fordert. Die Kampagne wurde 2025 von der Afrikanischen Union unterstützt und 2026 mit einem geplanten Vorstoß Togos bei den Vereinten Nationen weitergeführt.
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