Johann Adam Hermann Rüppel (* 17. November 1845 in Willershausen; † 16. Juli 1900 in Kassel) war ein deutscher Architekt und hessischer Baubeamter.

Leben Rüppels Eltern waren der Pfarrer Johann Heinrich Rüppel und dessen Ehefrau Johanna Maria Christiane, geb. Geis. Hermann Rüppel besuchte das Polytechnikum, die höhere Gewerbeschule in Kassel und war dort Schüler des Architekten Georg Gottlob Ungewitter. Nach einer ersten Anstellung in Hannover von 1867 bis 1871 studierte Rüppel von 1871 bis 1873 an der Bauakademie Berlin und schloss das Studium 1874 als Baumeister ab. In diesem Beruf war Rüppel dann ab 1874 in Kassel tätig, ab 1877 als Beamter der königlich preußischen Regierung. 1891 wurde er zum Baurat, 1895 dann zum Regierungs- und Baurat befördert.

Seit 1882 war Rüppel an der Bauleitung des Justizgebäudes in Kassel beteiligt, ebenso wie am Diakonissenhaus in Kassel; dort stattete er 1884 die Kapelle aus. Rüppel entwarf den Neubau der evangelischen Kirche in Wanfried, die von 1885 bis 1888 errichtet wurde. Er führte die Neugestaltung der evangelischen Stadtkirche in Homberg im neogotischen Stil durch, die 1893 abgeschlossen wurde. Im selben Stil gestaltete er die evangelische Kirche in Willershausen um.

Rüppel war Mitglied im Architekten- und Ingenieur-Verein in Hannover und saß im Vorstand des Architekten- und Ingenieurvereins Kassel.

Rüppel war seit 1874 mit Charlotte Dorothea Müller verheiratet, mit der er drei Kinder hatte, von denen zwei früh starben.

Literatur

Götz J. Pfeiffer: Ruf als tüchtiger Kirchenbaumeister und Renovator. Der Architekt Hermann Rüppel (1845–1900), Schüler von Georg Gottlob Ungewitter. In: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde. Bd. 129 (2024), S. 129–141.

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