Die Neuendorfer Hufen waren eine Kolonie im Bereich der Zauche und gehörten zur Stadtgemeinde Beelitz. Der Ort wurde auch als Berliner Vorstadt bezeichnet.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 292) Die Fläche befindet sich im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.

Geografische Lage Die Neuendorfer Hufen entstanden als Etablissement auf einer wüsten Feldmark. Die ehemalige Dorfstelle lag nordwestlich der Stadt Beelitz und nordöstlich des Bahnhofs Beelitz. In diesem Bereich wurden frühdeutsche Keramikfunde gemacht; zudem ist dort der Flurname Alte Dorfstelle überliefert.

Geschichte Der Ort wurde 1375 als Nyendorf im Landbuch Karls IV. erwähnt. 1541 ist von der wüsten Feldmark zu Nigendorff die Rede. 1682 erscheint die Bezeichnung Beelitzsche Newdorff-Feldmark. Seit 1873 ist der Name Neuendorfer Hufen beziehungsweise Häuser am Damm überliefert.

Bis 1375 lagen Obergericht und Wagendienst bei der Familie von Stücken. Danach gingen diese Rechte auf die Stadt Beelitz über. Gerichtsbarkeitlich unterstanden die Neuendorfer Hufen bis 1849 dem Land und Stadtgericht Beelitz, anschließend von 1849 bis 1878 dem Gerichtskommissariat Beelitz und von 1879 bis 1952 dem Amtsgericht Beelitz.

Im Jahr 1375 bestand ein Dorf mit 14 Hufen, von denen der Lehnschulze zwei innehatte; zusätzlich wurde ein Kossät genannt. Kurz nach 1375 wurde der Ort wüst, was 1530 und 1541 erneut bezeugt ist. Der Pfarrer von Beelitz erhielt 1530, 1541 und 1600 jeweils 15 Scheffel Roggen von der wüsten Feldmark der Neuendorfer Hufen. Kirchlich war die Kolonie nach Beelitz eingepfarrt. Im Jahr 1772 wurden drei Ackerbürger auf der wüsten Feldmark am Damm angesetzt, womit die spätere Kolonie entstand. 1858 wurden die Neuendorfer Hufen als Kolonie mit fünf Wohngebäuden und 13 Wirtschaftsgebäuden beschrieben. 1895 bestanden sieben Wohnhäuser. 1931 wurde der Ort gemeinsam mit Beelitz geführt.

Einwohnerentwicklung 1858 lebten 30 Personen in den Neuendorfer Hufen. 1871 wurden 23, 1885 45 und 1895 43 Einwohner gezählt.

Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 292 und 293)

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung im Landkreis Potsdam-Mittelmark Kategorie:Ersterwähnung 1375 Kategorie:Geographie (Beelitz)