Neuhaus war ein Vorwerk und später ein Wohnplatz nordwestlich von Brück im Bereich der Zauche. Der Ort gehörte zuletzt zur Gemeinde Freienthal,Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 293) die wiederum seit 2003 zur Gemeinde Planetal im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg gehört.

Geschichte Der Ort wurde ursprünglich als Flurname überliefert. 1681 erschien die Bezeichnung Jungfrauland. 1729 wurde die Flur als Möllendorffsche, itzo auch Jungfer Heyde bezeichnet. In den Jahren 1752 und 1753 wurde der Name Jungfernheide, jetzt Neuhaus genannt verwendet. 1861 erschien die Bezeichnung Jungfernheide, auch Neuhaus in der Ortschaftsstatistik.

Neuhaus entstand als Etablissement und wurde spätestens 1745 als Vorwerk erwähnt. Auch 1772 bestand der Ort weiterhin als Vorwerk. In der Urmesstischblattaufnahme von 1841 ist Neuhaus kartiert.

Neuhaus gehörte bis 1756 zum Gut Trechwitz und seit 1756 zum Gut Jeserig. Im Jahr 1801 bestand Neuhaus als Vorwerk mit zwei Einliegern. Es verfügte über 510 Morgen Holz, dreieinhalb Lehnhufen und drei Feuerstellen. 1837 wurde Neuhaus als Vorwerk geführt und war mit Jeserig/Fläming verbunden. 1858 bestanden am Ort zwei Wohngebäude und fünf Wirtschaftsgebäude. Die Gemarkung umfasste insgesamt 1054 Morgen. Davon entfielen ein Morgen auf Gehöfte, drei Morgen auf Gartenland, 62 Morgen auf Ackerland, acht Morgen auf Wiesen, zwölf Morgen auf Weiden und 968 Morgen auf Wald. Um 1900 war nur noch ein Haus vorhanden, das auf eine Fläche von 269 Hektar stand.

Neuhaus war Teil eines selbstständigen Gutsbezirks. 1912 wurde der Gutsbezirk Neuhaus mit dem Gutsbezirk Lehnin Forst vereinigt. 1929 erfolgte die Eingemeindung nach Freienthal. 1931 und in den 1950er Jahren wurde Neuhaus als Wohnplatz von Freienthal geführt.

Kirchliche Verhältnisse Kirchlich war Neuhaus 1801 nach Groß Kreutz eingepfarrt. Spätestens im frühen 19. Jahrhundert erfolgte die Umkirchung nach Neuendorf. 1900 und 1939 war der Ort kirchlich nach Freienthal eingepfarrt.

Bevölkerungsentwicklung Einwohnerentwicklung in Neuhaus von 1772 bis 1925 Jahr 1772 1801 1817 1837 1858 1871 1885 1895 1905 1925 Einwohner 15 23 25 19 17 12 18 11 3 4

Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 293 und 294)

Einzelnachweise

Kategorie:Gutsbezirk (Preußen) Kategorie:Ersterwähnung 1681 Kategorie:Planetal