Budziszewo (deutsch Waitzenau) ist ein Dorf in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern, innerhalb der Landgemeinde Jabłonowo Pomorskie.
Ortsname Die Bedeutung des polnischen Wortes buda, budzisko bzw. budzian ist ähnlich der deutschen Bude im Sinne von einfacher Hütte, Behausung und könnte auf eine anfangs einfache Hütten-Besiedlung schließen lassen. Namensvariationen sind Budziezewo, Budziszewo, Budzischewo.Kastner, 1978, Aus der Chronik des Kirchspiels Hohenkirch Kr. Briesen (Westpr.), Seine Landgemeinden und Gutsbezirke, S. 139 – 164, R. Birkholz, 1981, Der Kreis Strasburg, u. a. S. 145 – 151, ff.
Geschichte Das Dorf Waitzenau wird in den historischen Quellen als „Holländerdorf“. Bei dieser Art von Siedlung handelte es sich in Polen-Litauen um Ortschaften, die von niederländischen oder deutschen Siedlern gegründet, urbar gemacht und besiedelt wurden. In der Kirchenvisitation von 1672 wird das Dorf noch nicht erwähnt, da viele Holländerdörfer erst im Laufe des 17. und 18. Jahrhundert gegründet wurden.
1720 und 1750 wurden den Dörfern Waitzenau, Ksionken (später: Hohenkirch), Bukowiec und Klein Brudzaw ein gemeinschaftlicher Kontrakt verliehen. Im Jahr 1738 lebten 18 Bauern in Waitzenau. In der Kirchenvisitation 1743 wird erwähnt, dass seit der Gründung nur (deutsche) Protestanten in dem Dorf lebten und es gründeten.
1773 – kurz nach der ersten polnischen Teilung – lebten in Waitzenau 13 emphyteutische Bauern. Am Ende des 18. Jahrhunderts im Jahr 1789 zählte das Dorf 15 Feuerstellen. Eine evangelische Schule für das deutsch sowie protestantisch geprägte Dorf bestand damals schon. Zu dieser Zeit wurden 15 Wirte reguliert.
Im Jahr 1876 erhielt Budziszewo im Zuge der Germanisierung den deutschen Namen Waitzenau. Die Vermutung, dass der Ortsname im Zusammenhang mit dem fruchtbaren Boden und dem Anbau von Weizen steht, trifft nicht zu. Unter Beteiligung von Einwohnern und den Behörden wurde ein Familienname als Ortsbezeichnung gewählt.Kastner, 1978, Aus der Chronik des Kirchspiels Hohenkirch Kr. Briesen (Westpr.), Seine Landgemeinden und Gutsbezirke, S. 139 – 164, R. Birkholz, 1981, Der Kreis Strasburg, u. a. S. 145 – 151, ff.
Die Landgemeinde umfasste im Jahr 1900 526 Hektar. Zu dieser Zeit gehörte es administrativ zum Kreis Strasburg in der Provinz Westpreußen.
Wie bei vielen anderen Orten im ehemaligen Westpreußen wechselte auch hier die deutsche und polnische Ortsbezeichnung jeweils nach den sich veränderten politischen Situationen: von 1920 bis 1939 hieß der Ort wieder Budziszewo als es zum neugegründeten Polen gehörte, 1939 – 1945 hieß es nach den Polenfeldzug wieder Waitzenau, danach erhielt er wieder die polnische Bezeichnung Budziszewo im Powiat (Kreis) Brodnica/Brodnicki (Strasburg).Kastner, 1978, Aus der Chronik des Kirchspiels Hohenkirch Kr. Briesen (Westpr.), Seine Landgemeinden und Gutsbezirke, S. 139 – 164, R. Birkholz, 1981, Der Kreis Strasburg, u. a. S. 145 – 151, ff.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Kujawien-Pommern Kategorie:Brodnica (Landgemeinde)