Dominik Auf der Maur (* 18. September 1896 in Schwyz; † 9. Juli 1978 ebenda; heimatberechtigt in Schwyz) war ein Schweizer Politiker der Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP), der unter anderem zwischen 1950 und 1967 Mitglied des Ständerats sowie von 1965 bis 1966 Präsident des Ständerats war.
Leben Dominik Auf der Maur, Sohn des gleichnamigen Landwirts und Kantonsrats Dominik Auf der Maur, begann nach dem Besuch des Gymnasiums in Schwyz ein Geschichtsstudium an der Universität Freiburg und schloss dort 1921 seine Promotion zum Dr. phil. mit der Dissertation «Der Glarnerhandel oder ‹Tschudikrieg› 1556–1564» ab. Er war im Kanton Schwyz zwischen 1923 und 1927 zunächst Sekretär des Militärdepartements sowie im Anschluss von 1927 bis 1944 Kantons- und Kantonsgerichtsschreiber. Er engagierte sich in verschiedenen Organisationen und war von 1942 bis zu seiner Ablösung durch Willy Keller 1959 Präsident des Historischen Vereins des Kantons Schwyz. 1944 wurde er zum Richter an das Kantonsgericht berufen und war zugleich von 1944 bis 1965 Präsident des Kantonsgerichts von Schwyz.
Am 13. März 1950 wurde Auf der Maur als Vertreter der Konservativen Volkspartei (KVP) für den Kanton Schwyz Mitglied des Ständerates und gehörte diesem nach seinen Wiederwahlen 1951, 1955, 1959 und 1963 bis zum 3. Dezember 1967 an, wobei er 1957 der Konservativ-Christlichsozialen Volkspartei (KCVP) beigetreten war. Am 29. November 1965 übernahm er von Jakob Müller den Posten des Präsidenten des Ständerats und behielt dieses Amt bis zu seiner Ablösung durch Willi Rohner am 28. November 1966. Er war seit 1926 mit Anna Messmer verheiratet.
Veröffentlichung Der Glarnerhandel oder «Tschudikrieg» 1556–1564. Dissertation (Universität Freiburg). In: MHVS 31, 1922, 1–102.
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