mini|Nadia Fettah Alaoui (2021) Nadia Fettah Alaoui (; * 1971 in Rabat) ist eine marokkanische Managerin und Politikerin der Nationalen Sammlung der Unabhängigen, die am 7. Oktober 2021 zur Ministerin für Wirtschaft und Finanzen ernannt wurde. Zuvor war sie Ministerin für Tourismus, Handwerk, Luftverkehr und Sozialwirtschaft; 2023 wurde sie vom Magazin New African in die Liste der 100 einflussreichsten Afrikaner aufgenommen.
Leben und Wirken Fettah Alaoui wurde 1971 in Rabat geboren und schloss 1994 die École des hautes études commerciales de Paris (HEC) ab. Ihre Laufbahn begann sie beim Unternehmen Arthur Andersen, bevor sie in Marokko einen Private-Equity-Fonds gründete und mehrere Jahre lang leitete. Im Jahr 2005 wechselte sie nach der Übernahme von CNIA Assurance in die Saham-Gruppe und übernahm dort Leitungsaufgaben. Ab 2010 begleitete sie Fusions- und Übernahmegeschäfte des Konzerns in Afrika und im Nahen Osten; 2013 wurde sie stellvertretende Generaldirektorin für Finanzen und M&A bei Saham, später Generaldirektorin von Saham Finances und Verwaltungsratspräsidentin von Saham Assurance Maroc. Nach der Übernahme von Saham Finances durch Sanlam blieb sie Generaldirektorin von Saham Finances und trat dem Exekutivkomitee von Sanlam Emerging Markets bei. Daneben engagierte sie sich als Mitgründerin des Frauenklubs von Marokko und im Netzwerk weiblicher Unternehmensleiterinnen für Frauen in Verwaltungsräten.
Im Oktober 2019 wurde Fettah Alaoui Ministerin für Tourismus, Handwerk, Luftverkehr und Sozialwirtschaft und war die erste Frau an der Spitze dieses Ressorts. Kurz nach ihrem Regierungseintritt wurde sie Mitglied des politischen Büros der Nationalen Sammlung der Unabhängigen. In ihr Tourismusressort fiel wenige Monate später die Covid-19-Pandemie, welche den Tourismussektor und angrenzende Bereiche wie Handwerk und Sozialwirtschaft stark belastete. Am 7. Oktober 2021 wurde sie Ministerin für Wirtschaft und Finanzen und folgte Mohamed Benchaâboun nach. Damit übernahm erstmals eine Frau dieses Ministerium in Marokko. Als Finanzministerin arbeitete sie in einer von den wirtschaftlichen Nachwirkungen der Pandemie, Dürre und dem Krieg in der Ukraine geprägten Phase. Für den marokkanischen Haushalt 2026 kündigte sie Prioritäten bei Gesundheit, Bildung und der Verringerung regionaler Ungleichheiten an. 2018 wurde sie beim Africa CEO Forum in Abidjan als CEO des Jahres ausgezeichnet. 2025 erhielt sie bei den Afrikanischen Bankierspreisen die Auszeichnung als Finanzminister(in) des Jahres.
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