Dietrich Lincke (* 1. März 1936 in Berlin; † 8. Februar 2023 ebenda) war ein deutscher Diplomat.
Werdegang Lincke studierte Rechtswissenschaft an der Freien Universität Berlin und trat anschließend in den Auswärtigen Dienst ein. Seine ersten Auslandsverwendungen führten ihn als Attaché an die Botschaft in Athen und als Vizekonsul an das Konsulat in Cleveland. Später war er als Botschaftsrat an der Botschaft in Neu Delhi und als Vortragender Legationsrat in der Unterabteilung für die Vereinten Nationen in der Zentrale des Auswärtigen Amts tätig. Als Botschaftsrat 1. Klasse wurde er an den Botschaften in Santiago de Chile und Caracas verwendet. Bis 1998 war er als Gesandter Stellvertreter des Botschafters an der Botschaft beim Heiligen Stuhl. Schließlich war er von 1998 bis zu seiner Pensionierung 2001 Ständiger Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen in Rom.
mini|hochkant=0.5|Familiengrabstätte Lincke war nach seiner Pensionierung Vorsitzender des Kuratoriums der Trägerwerke Soziale Dienste mit Hauptsitz in Weimar und Tochtergesellschaften in sieben Bundesländern, darunter in Berlin und Brandenburg. Er war Mitherausgeber der Fachzeitschrift Hospizdienste und Palliativmedizin. Er war Rechtsritter des Johanniterordens. Zudem engagierte er sich in der deutschen Matt-Lamb-Gesellschaft.
Lincke war verheiratet und Vater von vier Kindern. Seine Frau verunglückte im August 1997 im Alter von 56 Jahren bei einer Wanderung auf den Schlern in den Südtiroler Dolomiten tödlich; ihr Leichnam wurde erst im Dezember 1998 gefunden und identifiziert. Beide ruhen in der Familiengrabstätte auf dem Friedhof Schöneberg III an der Stubenrauchstraße.
Einzelnachweise
Kategorie:Ständiger Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen in Rom Kategorie:Ständiger Vertreter bei der FAO Kategorie:Jurist im auswärtigen Dienst Kategorie:Rechtsritter (Johanniterorden) Kategorie:Absolvent der Freien Universität Berlin Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1936 Kategorie:Gestorben 2023 Kategorie:Mann