mini|Dalmau Moner Beato Dalmau Moner (auch Dalmazio oder Dalmatius Moner) (* 1291 in Santa Coloma de Farnés; † 24. September 1341 in Girona) war ein katalanischer Priester und Dominikaner aus Girona. Moner lebte ein bescheidenes Leben im Konvent von Girona und später in einer Höhle in Frankreich, bevor er zurück nach Girona gerufen wurde, wo er bis zu seinem Tod lebte. Er wurde 1721 vom Papst seliggesprochen.
Leben Dalmau Moner wurde 1291 in Santa Coloma de Farnés in Katalonien als Sohn einer wohlhabenden Familie geboren. Er absolvierte eine geistliche Ausbildung im nahegelegenen Augustinerkloster Sant Pere Cerceda. Von dort aus wurde er nach Girona geschickt, um dort die freien Künste zu studieren. 1306 wurde er mit 15 Jahren Mitglied der Dominikaner in Girona. Danach lebte er im dortigen Kloster als Mönch und Lehrer. Einer seiner Schüler war Nicholaus Eymerich. Um Logik zu studieren, reiste er 1308 nach Montpellier. Später ging er nach Valencia, Barcelona und wieder Montpellier, um Philosophie zu studieren. Durch sein Studium wurde er zum Doktor der Theologie. In der Zwischenzeit lehrte er Logik in Dominikanerklöstern, unter anderem in Castelló d’Empúries, Tarragona, La Seu d’Urgell und Cervera."Beato Dalmazio Moner", Amici Domenicani
Moner trug nur abgenutzte Mönchstrachten. Er trug die abgetragene Kleidung anderer Mönche seines Konvents als Zeichen von Demut und Buße. Angeblich aß er nie Fisch oder Eier und ernährte sich ausschließlich von ungewürzten Gemüse und harten Brot. Außerdem schlief er auf bloßer Erde und besuchte häufig eine lokale Kirche, um zu reflektieren und gelegentlich einen Mittagsschlaf zu machen, bei dem er seinen Kopf auf der Altarstufe abgelegt habe.
Moner wurde beauftragt einen neuen Konvent in Castellón de Ampurias zu gründen. Nachdem der Bau des Klosters in Castellón de Ampurias 1331 abgeschlossen war, kehrte er nach Girona zurück. Irgendwann unternahm Moner eine Pilgerreise zu einer Höhle bei Marseille, in der Maria Magdalena angeblich einmal gelebt haben soll. Nach seiner Rückkehr von der Pilgerfahrt baute er sich eine eigene Höhle in einem Garten in Girona, in der er von da an als Eremit wohnte. Aus der Höhle kam er nur für Gottesdienste und seine Pflichten als Mitglied des Klosters heraus. Im Jahr 1336 bekam er die Erlaubnis, als Einsiedler in der Höhle Saint-Marie-Madeleine in Saint-Maximin-la-Sainte-Baume in der Provence zu leben. Einige Monate später wurde er zurück nach Girona gerufen. Dort starb er am 24. September 1341. Seine Gebeine wurden in Girona beigesetzt.
Seligsprechung Ihm werden mehrere Wunder nachgesagt. Seine Seligsprechung wurde formal von Papst Innozenz XIII. am 13. August 1721 ratifiziert, nachdem seine Verehrung im lokalen Volksglauben offiziell von der katholischen Kirche anerkannt wurde.
Literatur
Joan Badia-Homs: Castelló d’Empúries i la història: un passeig monumental. Hrsg.: Ajuntament de la Comtal Vila de Castelló d’Empúries. Castellón de Ampurias 2006.
Weblinks
The Order of Preachers, Independent Amici Domenicani Dominican Saints
Einzelnachweise
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