mini|Revue bleue vom 10. August 1889 La Revue politique et littéraire (Die politische und literarische Zeitschrift), auch La Revue bleue (Die Blaue Zeitschrift) genannt, war eine französische Zeitschrift, die 1863 in Paris gegründet wurde und bis 1939 unter verschiedenen Titeln erschien.
Geschichte Germer Baillière und Odysse Barot gaben die Zeitschrift ab Dezember 1863 unter dem Titel Revue des cours littéraires de la France et de l’étranger als Wochenzeitschrift zum Preis von 30 Centimes heraus. Ihre Besonderheit bestand darin, dass sie die Vorlesungen des Collège de France, der Sorbonne und anderer französischer und ausländischer Universitäten, aber auch öffentliche Vorträge in der Provinz wiedergab. Sie war das literarische Pendant zur Revue des cours scientifiques de la France et de l’étranger, auch Revue rose genannt (aufgrund der Farbe ihres Einbands), die fast zeitgleich von denselben Verlegern gegründet wurde.
1871 wurde sie unter Beibehaltung ihres ursprünglichen Untertitels zur La Revue politique et littéraire, die von Eugène Yung und Émile Alglave übernommen und geleitet wurde. Eine frühere Reihe unter demselben Titel war 1868–1869 in Paris von Paul Challemel-Lacour herausgegeben worden. 1886 wurde der Name Revue bleue hinzugefügt, um sie von La Revue scientifique (der Revue Rose) zu unterscheiden. Im Mai 1900 übernahm die Librairie C. Reinwald & Schleicher frères den Verlag der Zeitschrift.
Zunächst erschien diese Kulturzeitschrift wöchentlich, später alle zwei Wochen und schließlich monatlich. Nach Eugène Yung wurde sie von Félix Dumoulin und anschließend von Paul Flat von 1908 bis 1918 geleitet. Ihr letzter Herausgeber war Paul Gaultier, der sie ab 1934 schlicht Revue bleue politique et littéraire nannte. Die Zeitschrift wurde 1939 eingestellt.
Mitarbeiter Die Zeitschrift veröffentlichte unter anderem Beiträge von Arvède Barine, Léon Barracand, Robert de Bonnières, Amélie Bosquet, Émile Boutmy, Ferdinand Brunetière, Léon Cahun, Maurice Couyba, Louise Cruppi, Paul Deschanel, Paul Desjardins, Eugène André Despois, René Doumic, Ludovic Drapeyron, Victorine Eudes, Émile Faguet, Geneviève Fauconnier, Wsewolod Michailowitsch Garschin, René Guénon, Jens Peter Jacobsen, Jean Jaurès, Camille Jullian, Jules Lemaître, Marcel Leprin, Charles Maurras, Hégésippe Moreau, Serge Persky, Joseph Reinach, Marc Réville, Leopold von Sacher-Masoch, Marcel Schwob, Gabriel Tarde, Antony Valabrègue und Teodor de Wyzewa.
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Einzelnachweise
Kategorie:Zeitung (Frankreich, Erscheinen eingestellt) Kategorie:Literaturzeitschrift (Frankreich) Kategorie:Ersterscheinen 1863 Kategorie:Erscheinen eingestellt 1939 Kategorie:Französischsprachige Wochenzeitschrift Kategorie:Französischsprachige Monatszeitschrift