Emakumeen Bira 2018 war ein Etappenrennen für Frauen, das vom 19. bis 22. Mai des Jahres im spanischen Baskenland stattfand. Es handelte sich um die 31. Austragung des Rennens, das seit 1988 bestand, und die erste im Rahmen der 2016 geschaffenen UCI Women’s WorldTour. Sie überschnitt sich um einen Tag mit der ebenfalls zur WorldTour gehörenden Kalifornien-Rundfahrt.

Streckenführung

Das Rennen bestand aus vier Etappen im Landesinneren. Die erste begann und endete in Legazpi. Zunächst wurde die 25 km lange Strecke bis Azpeitia im Tal des Urola hin und zurück befahren. An die Rückkehr nach Legazpi schlossen sich zwei Schlussrunden in den umliegenden Bergen an. Die zweite Etappe war ein weitgehend flaches Einzelzeitfahren von Agurain in die Provinzhauptstadt Gasteiz.

Die dritte Etappe war ähnlich zur ersten konzipiert mit Start und Ziel in Aretxabaleta. Auch hier ging es zunächst im Tal nach Oñati und zurück, während in der zweiten Rennhälfte einige Bergwertungen mit Höhenunterschieden von 200 bis 300 m platziert waren. Die letzten 16 km verliefen abfallend bzw. flach bis ins Ziel. Der letzte, als Königsetappe titulierte Abschnitt folgte ebenfalls diesem Schema, hier mit Start- und Zielort Iurreta bei Durango. Die erste Hälfte bestand aus zwei Schleifen im Tal des Ibaizabal. Die anschließende, 6 km lange Steigung zur Wallfahrtskirche von Urkiola war die längste der Rundfahrt. Die Strecke führte auf einem Hochplateau weiter nach Legutio und von dort auf gleichem Weg über Urkiola bergab nach Iurreta.

Rennverlauf

1. Etappe

Die flache erste Rennhälfte wurde mit hohem Tempo gefahren und ließ keine Ausreißversuche zu. Auch in der bergigeren zweiten Hälfte blieb das Feld weitgehend geschlossen. Erst auf dem letzten Anstieg setzten sich mit Annemiek van Vleuten, Anna van der Breggen, Vorjahressiegerin Ashleigh Moolman-Pasio und Sabrina Stultiens mehrere Favoritinnen ab. Van Vleuten attackierte solo aus dieser Spitzengruppe heraus, gewann aber wenig Raum und wurde nach etlichen Kilometern wieder eingeholt.

Vier Kilometer vor dem Ziel hatte das Spitzenquartett eine Minute Vorsprung vor dem Rest des Felds, dann jedoch haperte es mit der Zusammenarbeit. Stultiens attackierte eingangs des Schlusskilometers und gewann die Etappe, während die drei anderen noch eingeholt wurden; Lisa Brennauer gewann den Sprint des Hauptfelds.

2. Etappe

In der zweiten Etappe setzte sich die amtierende Zeitfahr-Weltmeisterin Annemiek van Vleuten durch. Sie gewann um 14 Sekunden vor Anna van der Breggen, während Lisa Brennauer eine weitere halbe Minute zurücklag. Van Vleuten übernahm damit die Führung der Gesamtwertung.

3. Etappe

Das Rennen fand bei dauerhaftem Regen statt. Das Peloton reduzierte sich auf den ersten zwei von drei Bergwertungen auf nur noch vierzig Fahrerinnen. Etwa 40 km vor dem Ziel bildete sich eine Spitzengruppe von 10 Fahrerinnen, von denen Georgia Williams als Zehnte am besten im Gesamtklassement platziert war. Da viele verschiedene Teams in dieser Gruppe repräsentiert waren, hielt sich der Eifer der Verfolgerinnen in Grenzen, und die Spitzengruppe gewann bis zu vier Minuten Vorsprung.

Gegen Ende der letzten Bergwertung attackierte Pauliena Rooijakkers aus dieser Gruppe heraus und hatte zeitweise eine Minute Vorsprung, wurde aber 4 km vor dem Ziel wieder eingeholt. Den Sprint in Aretxabaleta gewann Amy Pieters, der Rest des Felds kam zwei Minuten später ins Ziel. Annemiek van Vleuten behielt knapp die Führung im Gesamtklassement vor ihrer Teamkameradin Williams.

4. Etappe

Am Fuß der Steigung nach Urkiola attackierte Amanda Spratt. Am Ende des langen Anstiegs lag sie gut eine halbe Minute vor einer Dreiergruppe mit den drei größten Favoritinnen, Annemiek van Vleuten, Anna van der Breggen und Ashleigh Moolman-Pasio. Diese drei neutralisierten sich jedoch gegenseitig, zumal van Vleuten die Verfolgung ihrer Teamkameradin Spratt nicht unterstützte. Deren Vorsprung wuchs daher auf drei Minuten, während weitere Fahrerinnen zur zweiten Gruppe stießen. 20 km vor dem Ziel machten Elisa Longo Borghini und Olga Sabelinskaja einen Ausfall aus der Favoritengruppe, kamen aber nicht mehr an Spratt heran. Diese gewann die Etappe und dank ihres großen Vorsprungs auch die Gesamtwertung.

Neben Spratt als Gesamtsiegerin wurden van der Breggen und Asja Paladin als Gewinnerin der Punkte- bzw. Bergwertung ausgezeichnet. Katarzyna Pawłowska gewann die Wertung der Zwischensprints. Die Fünfte des Gesamtklassements, Ane Santesteban, wurde als beste baskische Fahrerin geehrt, die Fünfzehnte Aafke Soet als beste U23-Fahrerin. Die Mannschaftswertung schließlich ging an Mitchelton-Scott.

Teilnehmende Teams

Weblinks

Einzelnachweise

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