Die DDR-Meisterschaften im Bahnradsport 1974 wurden am 15. Mai in Cottbus und vom 5. bis zum 7. Juli in Leipzig auf der Radrennbahn Leipzig sowie am 11. August in Forst (Lausitz) ausgetragen. Es waren die 26. Titelkämpfe der DDR-Meisterschaften im Bahnradsport.

Wettbewerbe Ermittelt wurden die Meister in den Disziplinen Sprint, im 1000-Meter-Zeitfahren, in der Einerverfolgung, in der Mannschaftsverfolgung und im Steherrennen. Die Meisterschaft im Zweier-Mannschaftsfahren fand auf der Radrennbahn Cottbus statt.

Sprint 15 Sprinter waren am Start der Meisterschaft. Bis ins Halbfinale fuhren Emanuel Raasch, Siegfried Schreiber, Jürgen Geschke und Peter Eichstädt. Dort gewann Geschke gegen Raasch, Eichstädt schlug Schreiber. Im Finale benötigte Geschke drei Läufe zum Sieg. Im Finale um den 3. Platz gewann Raasch in zwei Läufen gegen Schreiber.

Ergebnisse Name Verein 1. Jürgen Geschke TSC Berlin 2. Peter Eichstädt TSC Berlin 3. Emanuel Raasch SC Dynamo Berlin 1000-Meter-Zeitfahren Klaus-Jürgen Grünke gewann den Titel mit deutlichem Vorsprung. Ergebnisse Name Verein Zeit 1. Klaus-Jürgen Grünke TSC Berlin 1:08,61 min 2. Achim Schirmer SC Karl-Marx-Stadt 1:10,08 min 3. Emanuel Raasch SC Dynamo Berlin 1:10,63 min

Steherrennen 13 Stehergespanne traten zu den beiden Vorläufen auf der Radrennbahn Forst an, die von Karl Kaminski und Willy Czudeck gewonnen wurden. Das Finale gewann Kaminski souverän von der Spitze des Starterfeldes. Er stellte während des Rennens vier neue Bahnrekorde auf und gewann seinen vierten Meistertitel.

Ergebnisse Name Verein 1. Karl Kaminski hinter Georg Sternberg BSG Motor Optima Erfurt / BSG Rotation Berlin 2. Willi Czudeck hinter Heinz Stöber BSG Motor Optima Erfurt 3. Roland Barts hinter Carl Riedel BSG Empor Berlin / SC DHfK Leipzig Zweier-Mannschaftsfahren Das Wetter zwang die Veranstalter zur Verkürzung der beiden Vorläufe, die von Klaus-Dieter Greil mit Horst Wagner und Gerhard Lauke mit Schröder gewonnen wurden. Das Finale wurde auf 80 Kilometer verkürzt. Sieben Paare blieben in einer Runde, so dass die Anzahl der Wertungspunkte über die Platzierungen entschied.

Ergebnisse Name Verein 1. Klaus-Dieter Greil / Horst Wagner SC DHfK Leipzig 2. Siegfried Möckel / Klaus-Jürgen Grünke SC Karl-Marx-Stadt / TSC Berlin 3. Helmut Taudte / Bernd Limacher SC Turbine Erfurt

Einerverfolgung Überraschungssieger wurde Wolfgang Lötzsch, der als Fahrer einer Betriebssportgemeinschaft (BSG) alle Favoriten der DDR-Nationalmannschaft schlagen konnte. Im kleinen Finale um den dritten Platz gewann Unterwalder gegen Klaus-Dieter Greil mit zwei Sekunden Vorsprung. In der Qualifikation war Huschke in 4:58,02 min als einziger Fahrer unter 5 Minuten geblieben.

Ergebnisse Name Verein Zeit 1. Wolfgang Lötzsch BSG Wismut Karl-Marx-Stadt 5:00,15 min 2. Thomas Huschke TSC Berlin 5:00,46 min 3. Uwe Unterwalder TSC Berlin

Mannschaftsverfolgung Sechs Bahnvierer bestritten die Qualifikation. Der SC Cottbus, der SC Turbine Erfurt und die SG Wismut Gera waren nicht vertreten. Die schnellste Turnierzeit fuhr der TSC Berlin, der auch das Finale deutlich gewann.

Ergebnisse Name Verein Zeit 1. TSC Berlin Uwe Unterwalder / Michael Siermann / Thomas Huschke / Klaus-Jürgen Grünke 4:36,71 min 2. ASK Vorwärts Leipzig Norbert Dürpisch / Rudolf Karstedt / Wolfgang Schneikardt / Volker Rudolphi 4:40,94 min 3. SC Karl-Marx-Stadt Hans-Jürgen Rottluff / Manfred Ulbricht / Matthias Wiegand / Harald Wolf 4:38,03 min 4. SC DHfK Leipzig 4:38,55 min

Einzelnachweise

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