Elīna Reitere (* 1977 in Riga, Lettische SSR, Sowjetunion) ist eine lettisch-deutsche Filmwissenschaftlerin, Filmkritikerin und Kuratorin.

Leben und Werk Elīna Reitere besuchte ab 1995 das Lettische Gymnasium Münster und absolvierte dort 1998 das Abitur. Anschließend studierte sie bis 2002 an der Lettischen Kulturakademie in Riga und erlangte 2002 den Bachelor mit der Abschlussarbeit Theorie und Geschichte der audiovisuellen Kultur. 2006 schloss sie das Studium der Film- und Theaterwissenschaften mit dem Master an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ab.

2018 promovierte sie an der Universität Mainz über Erzählstrukturen im Slow Cinema und schrieb über Filme von Béla Tarr, Apichatpong Weerasethakul, Fred Kelemen, Lisandro Alonso und Pedro Costa. Ihre Karriere begann beim Filmforum Arsenāls bei August Sukuts. Sie leitete das Rigaer Filmmuseum und wurde 2019 für den Normunds-Naumanis-Preis für Filmkritik nominiert, den sie 2026 erhielt.

Reitere schreibt Artikel über Kino im Lettischen Presseclub, arbeitete mit am Aufbau einer lettischen Filmdatenbank. Sie hat viele Jahre in der Filmfestivalszene gearbeitet und von 2006 bis 2009 das Rigaer Filmmuseum geleitet. Nun arbeitet sie von Leipzig aus als zweite Chefredakteurin der lettischen Filmzeitschrift Kino Raksti.

Weblinks The Topography of Our Opportunities: Different Kinds of Latvian Film Critics at Cannes (englisch) Par mums Kino Raksti (lettisch) Gada balvu mākslu kritikā saņem Elīna Reitere; jaunā kritiķa balvu – Arno Titovs (lettisch) Kritika kā sociālais aktīvisms. Saruna ar Elīnu Reiteri (lettisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Filmkritiker Kategorie:Filmwissenschaftler Kategorie:Lettischer Emigrant in Deutschland Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Lette Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1977 Kategorie:Frau