mini|Anzeige der "Hommelvik verft og støperi" Hommelvik Værft & Støberi war eine Werft und eine Eisengießerei im Ort Hommelvik in der Kommune Malvik, Provinz Trøndelag, Norwegen.
Geschichte Ende der 1890er Jahre gründeten Torsten Buaas (1858–1930) und Ingebrigt Andersen eine Werft in Brygghaugen bei Hommelvik. Die Werft lag an der Südseite der Hommelviker Bucht, östlich der Überreste einer noch älteren Gießerei. Dort wurden im Schiffsbereich sowohl Neubauten als auch Reparaturen durchgeführt. mini|Etagenofen von Hommelvik Værft & Støberi 1900 trat Buaas in die Firma Hommelvik Industri A/S ein, die ein neues Sägewerk am Fluss Homla errichtete. Das Unternehmen ging im folgenden Jahr in Konkurs. Buaas, der als Hypothekengläubiger fungierte, verlor sein Geld. Daher wurde die Werft von Anteilseignern aus Trondheim und Hommelvik übernommen. Buaas wurde als Betriebsleiter in der neuen Firma, die den Namen A/S Hommelvik Værft & Støberi erhielt, angestellt. Der Schiffbaubetrieb wurde um die Herstellung von Öfen, Herden, Kochgeräten, Waffeleisen, Bratpfannen, Töpfen und anderen Haushaltsgegenständen sowie um eine Werkstatt für die Fertigung von Maschinenteilen erweitert. Eine Gießerei wurde mit einer Gesamtfläche von 400 m² errichtet. Während viele Werften im Land große Schwierigkeiten mit dem Übergang von Holz- und Segelschiffen zu Dampfschiffen hatten, entging die neue Werft dieser Krise um die Jahrhundertwende 1900.
Für die Produktion wurden spezielle Rohstoffe verwendet: amerikanisches Roheisen aus Tennessee, deutsches Roheisen, amerikanisches Siliziumeisen, Schlacke aus England, schwedisches Eisen mit niedrigem Kohlenstoffgehalt und dänischer Gießereisand. Die Produkte der Gießerei wurden landesweit vertrieben, hauptsächlich jedoch in Nordnorwegen, Trøndelag und Westnorwegen. Viele Gusswaren gelangten auch nach Island, Schweden und Spitzbergen. Die Waren wurden per Schiff an unterschiedliche Orte im Land geliefert.
Geschäftsführer Torsten Buaas stand jahrelang mit der führenden Arbeiterbewegung im Konflikt. Buaas war politisch links, aber nicht radikal. Ab 1912 erkannte die Geschäftsleitung, dass organisierte Arbeiter ein Vorteil für das Unternehmen waren.
Ein Brand im Jahr 1913 zerstörte das gesamte Werkstattgebäude, es wurde jedoch im folgenden Jahr wieder aufgebaut.
In der Firma arbeiteten viele Fachkräfte, insbesondere die Modellbauer waren für ein gutes Ergebnis bei der Formgebung von Gussteilen unerlässlich. Dasselbe galt für die Werkstatt, in der verschiedene Maschinenteile gefertigt wurden. Alle waren hochqualifizierte Fachkräfte in den verschiedenen Verfahren.
Torsten Buaas starb 1930 im Alter von 72 Jahren. Ihm folgte Gerhard Gøthesen aus Drammen. 1958 ging die Werft in Konkurs.
Hommelvik Mekaniske verksted Die Werft wurde als A/S Hommelvik Mekaniske verksted von Ellingsens Mek. Verksted in Trondheim übernommen. Die Gießerei wurde nicht wieder in Betrieb genommen.
Der Bau und die Reparatur von Fischereibooten waren das Hauptprodukt. Das Unternehmen ging 1968 erneut in Konkurs.
Trønderverftet mini|links|Fähre Vestfold, 1991 gebaut Es wurde im Januar 1969 von A/S Trønderverftet übernommen. Bereits 1970 konnte unter der Leitung von Odd Røkke den Bau von Fischereibooten fortgesetzt werden. Gleichzeitig wurden moderne, größere Fähren entwickelt. Trønderverftet erreichte eine marktbeherrschende Stellung mit einem Marktanteil von 50 % und lieferte insgesamt 30 Fähren aus.
Norrøna Verft Der Name Trønderverftet blieb bis 1997 bestehen, als die Werft in Norrøna Verft A/S (Boysen Bygg A/S) umbenannt wurde. Diese Bezeichnung existierte bis 2000. Norrøna Verft A/S ging im November 2000 in Konkurs.
Ein im Bau befindliches Schiff, die M/S Trønderhav, wurde von der Trondheim Verft A/S in Trondheim fertiggestellt. Diese Trondheimer Werft ging 2009 in Konkurs.
Nach der Schließung der Werft wurde das Werftgelände in Hommelvik zur Sammlung und Lagerung von Schrott genutzt.
Belegschaft Zu Beginn arbeiteten 43 Personen im Unternehmen, 1904 waren es 72 und 1953 92. In seiner Blütezeit hatte das Unternehmen 100 Mitarbeiter.
Weblinks
Unvollständige Lieferliste der Werft (-> Link zur norwegischen WP) Einzelnachweise
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