Siegmund Hirsch (geboren 25. November 1885 in Halberstadt; gestorben Dezember 1981) war ein deutscher Buntmetall- und Hüttenindustrieller.

Leben und Wirken Er war Sohn des jüdischen Buntmetall- und Hüttenindustriellen Aron Hirsch, Besitzer der Metallhandelsfirma Aron Hirsch & Sohn in Halberstadt, und dessen Ehefrau Amalie Hirsch geborene Mainz (geboren 1865 in Frankfurt, gestorben 1942 im Konzentrationslager Stutthof), genannt Mally. Gemeinsam mit seinem Vater, dessen einziger Sohn er war, und seinem Cousin Abraham Hirsch (1867–1920) baute er das Messingwerk Eberswalde und das Kupferwerk in Ilsenburg (Harz) zu bedeutenden europäischen Unternehmen aus. In der Weltwirtschaftskrise mussten die Familienunternehmen aufgelöst werden.

Literatur Joseph Walk (Hrsg.): Kurzbiographien zur Geschichte der Juden 1918–1945. Hrsg. vom Leo Baeck Institute, Jerusalem. Saur, München 1988, ISBN 3-598-10477-4. Walter Tetzlaff: 2000 Kurzbiographien bedeutender deutscher Juden des 20. Jahrhunderts. Askania, Lindhorst 1982, ISBN 3-921730-10-4. Ernst Gottfried Lowenthal: Juden in Preussen. Reimer, Berlin 1982, ISBN 3-496-01012-6. Salomon Wininger: Große jüdische National-Biographie. Kraus Reprint, Nendeln 1979, ISBN 3-262-01204-1 (Nachdr. d. Ausg. Czernowitz 1925). Peter Schulze: Die Halberstädter Kaufmanns- und Unternehmerfamilie Hirsch. Verein zur Bewahrung jüdischen Erbes in Halberstadt und Umgebung, 2004.

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