Friedrich Christoph Trützschler von Falkenstein (* 22. August 1768 in Nieder-Glauche, Kreis Trebnitz; † 25. Dezember 1830 in Berlin) war ein preußischer Jurist und Chef-Präsident des Berliner Kammergerichts.
Leben Er stammte aus dem Adelsgeschlecht Trützschler von Falkenstein. Seine Eltern waren Hans Friedrich Trützschler von Falkenstein (1722–1788), preußischer Hauptmann im Regiment von Erlach, Erbherr auf dem schlesischen Nieder-Glauche, und Sophie Elisabeth, geb. von Kessel (1733–1801). Er sollte auf väterlichen Wunsch ursprünglich zum Militär gehen, entschied sich aber für ein Studium der Rechte an der Universität Halle, das er am 11. Mai 1789 begann. Im Frühjahr 1790 trat er in eine Loge ein. Nach der ersten juristischen Prüfung war er ab 9. Oktober 1792 als Auskultator bei der Breslauer Oberamts-Regierung, seit 1793 auch beim Oberbergamt in Breslau tätig. Ein Angebot, Rat bei der herzoglich-braunschweigischen Mediat-Regierung in Oels zu werden, schlug er aus. Nach dem zweiten Examen im Jahr 1794 war er Referendar in Breslau, wurde auf eigenen Wunsch am 21. März 1795 in den Kriminalsenat des Berliner Kammergerichts unter Friedrich Leopold von Kircheisen versetzt und wurde am 13. September zum großen Examen zugelassen, das er wenige Monate später erfolgreich absolvierte. Anschließend war er Assessor in Thorn und wurde am 7. Mai 1797 zum Rat bei der Regierung in Thorn befördert. 1799 wurde er als Rat im Instruktions-Senat des Kammergerichts in Berlin angestellt. 1801 heiratete er Eva Sophie Caroline von Lücken (1782–1851). Ab 1802 hatte er eine nebenamtliche Tätigkeit im kurmärkischen Pupillenkollegium und in der kurmärkischen Kriegs- und Domänenkammer. 1810 wurde er Vizepräsident des Kammergerichts in der Nachfolge des verstorbenen Johann Friedrich von Koenen. 1819 wurde er Geheimer Oberrevisionsrat beim Rheinischen Revisionshof in Berlin. Im selben Jahr wurde er Vorsitzender der Immediat-Untersuchungskommission. 1821 trat er in die Gesetzlose Gesellschaft (Nr. 2) ein.Gesetzlose Gesellschaft (Nr.2). In: Berliner Klassik. Als Nachfolger von Johann Daniel Woldermann (1753–1839) wurde er 1827 Chef-Präsident des Kammergerichts. Er hinterließ elf Kinder: vier Söhne und sieben Töchter.
Ehrungen 1816 wurde er mit dem Roten Adlerorden dritter Klasse ausgezeichnet.
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Geheimer Oberjustizrat Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 3. Klasse Kategorie:Person (Preußen) Friedrich Christoph Kategorie:Präsident des Kammergerichts Kategorie:Richter (Preußen) Kategorie:Adliger Kategorie:Geboren 1768 Kategorie:Gestorben 1830 Kategorie:Mann