Forellenhaus ist ein historischer Wohnplatz bei Golzow im Gebiet der Zauche. Der Ort gehörte zum Gutsbezirk Golzow und wurde 1864 aufgelöst.

Das Forellenhaus erscheint als Etablissement in den Urkunden von 1842. Die älteste bekannte Erwähnung stammt aus dem Jahr 1745, wo es als Forellen Hauß bezeichnet wurde. Es unterstand dem Patrimonialgericht Golzow und war Teil des Gutes Golzow.

Die Siedlung bestand ursprünglich aus einem einzelnen Haus bei Golzow und wurde 1745 entsprechend beschrieben. 1772 erschien die Bezeichnung als Vorwerk. Im Jahr 1801 wurde ein Haus mit einem Einlieger und einer Feuerstelle genannt, 1803 erneut als einzelnes Haus im freien Havelbruch. 1837 wurde das Forellenhaus wiederum als Vorwerk geführt. Für 1858 sind ein Wohn‑ und ein Wirtschaftsgebäude überliefert. 1864 wurde der Standort schließlich aufgelöst. Verwaltungstechnisch wurde das Forellenhaus nach Golzow eingekircht. Die überlieferten Bevölkerungszahlen zeigen eine kleine, aber über lange Zeit bestehende Siedlungseinheit: 1772 lebten vier Personen am Ort, 1801 drei, 1817 vier, 1837 zehn und 1858 acht.

Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 112)

Kategorie:Wüstung im Landkreis Potsdam-Mittelmark Kategorie:Ersterwähnung 1745 Kategorie:Golzow (Mittelmark)