mini|Nybøl Mølle (2015) Die Nybøl Mølle (: Nübeler Mühle) ist eine denkmalgeschützte Holländerwindmühle (Turmwindmühle), die 250 m südlich der Autobahn bei Sønderborg und 1½ km nordwestlich von Nybøl in Sundeved liegt. Ursprünglich handelte es sich bei der Mühle um eine Bockwindmühle aus dem 17. Jahrhundert, die im Jahr 1879 zu einer Holländerwindmühle umgebaut wurde. Die Mühle war bis 1957 in Betrieb und verfiel anschließend, wurde jedoch später mehrfach restauriert und 1998 unter Denkmalschutz gestellt.Artikel: NYBØL MØLLE, Bøgevej 3, Nybøl. 6400 Sønderborg. Auf: MOELLEARKIVET.DK Archivierter Link. Abgerufen am 25. April 2026. Die Eigentümer öffnen die Mühle für Besichtigungen.

Das Mühlenunterhaus und der Mühlenturm bestehen aus Feldsteinen und sind weiß getüncht. Die Mühlenkappe ist bootsförmig gestaltet und mit Eichenschindeln verkleidet. Die Mühle ist mit einem Steert, einer Windrose sowie Flügeln mit Jalousieklappen ausgestattet. Im Inneren ist die gesamte Mühlentechnik – bestehend aus Kammrad, Kronrad, der Königswelle, dem Sternrad und den Winden sowie einem Schrotgang und einem Steinhebekran, der noch vollständig erhalten ist. Im Jahr 1913 wurde ein Dieselmotor installiert, der 1928 durch einen Elektromotor ersetzt wurde.

Geschichte Die Windmühle in Nybøl wurde vermutlich bereits in früherer Zeit unter der Herrschaft der Schleswig-Holstein-Sonderburger Herzöge errichtet. Der Hof Nybøl Mølle, zu dem 30 Tonderland (etwa 15 ha) Land gehören, lässt sich bis ins Jahr 1668 zurückverfolgen. Seit fünf Generationen befindet er sich im Familienbesitz der Familie Gorrinsen.

Wie auch die Dybbøl Mølle hat die Nybøl Mølle ihre eigenen Kriegserlebnisse hinter sich:

Während der Schleswig-Holsteinischen Erhebung griff die dänische Armee am 28. Mai 1848 die deutschen Bundestruppen an und vertrieb diese aus Sundeved. Die Schlacht entschied sich im Umfeld der Nybøl Mølle; seither ist die Mühle ein Symbol für diesen ersten dänischen Sieg des Krieges.

Während des Deutsch-Dänischen Krieges 1864 hatte die preußische Brigade Roeder ihr Hauptquartier bei der Nybøl Mølle. Es war jene Brigade, die am 29. Juni 1864 als erste auf Als landete.

1879 brach in der Mühle ein Feuer aus, das großen Schaden anrichtete. Die bisherige Bockwindmühle wurde als Holländerwindmühle wiederaufgebaut.

1912 übernahm Nis Gorrissen (1881–1947) die Mühle samt Hof. Um 1925 setzte jedoch der Niedergang ein, als die Elektrizität in den Dörfern von Sundeved Einzug hielt. 1948 heiratete Gorrissens Witwe Kathrine Knudsen den Peter Lorenzen Jessen (1901–1964). Der Betrieb wurde 1957 endgültig eingestellt.

1958 übernahm Peter Lind die Mühle und den Hof. Ein Cousin von Nis Gorrissen steuerte eine beträchtliche Summe zur weiteren Erhaltung der Mühle bei – zusätzlich zur Augustinus-Stiftung, der Daell-Stiftung und der damaligen Graasten Bank. Im Jahr 1990 übernahmen die heutigen Eigentümer die Mühle. Einige heftige Herbststürme beschädigten die Mühle, sodass 1994 erneut Fördermittel für ihre Restaurierung beantragt werden mussten; 1998 wurde die Mühle unter Denkmalschutz gestellt. Mit finanzieller Unterstützung der dänischen Forst- und Naturbehörde sowie der Augustinus-Stiftung wurde die Mühle daraufhin neu gestrichen und erhielt ein neues Dach sowie neue Flügel. Im Nebengebäude, das statisch verstärkt und mit einem neuen Dach versehen wurde, sind zudem neue Tore eingebaut worden.

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Einzelnachweise

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