mini|Anwesen in Zelený Háj, April 2026 mini|Landhaus
Das Dorf Zelený Háj (deutsch: Hagengrün) liegt etwa 1,5 Kilometer südwestlich von Vojtanov (Voitersreuth) und 13 Kilometer nordwestlich von Cheb ( Eger).
Geschichte Hagengrün im Elbogener Kreis wurde im Jahr 1307 urkundlich erwähnt, als ein Albrecht von Haslau dort Besitzungen hatte. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich um eine Gründung durch fränkische Siedler im Rahmen der Hochmittelalterlichen Ostsiedlung in der Zeit vom 11. bis zum 13. Jahrhundert. Der Namensbestandteil „Grün“ bezeichnet in Franken und im Vogtland eine Siedlung, die durch Rodung in einem Waldgebiet entstanden ist. Hagen hingegen lässt sich entweder auf den Namen des Gründers mit der Bedeutung „Heger“ oder „Beschützer“ oder aber auf den Wortstamm „Hag“ im Sinne eines umzäunten Geländes zurückführen. Eine weitere frühe Erwähnung des Ortes findet sich im "Musterungsbuch der Egerländer Bauernschaft aus dem Jahre 1395", wo für Hagengrün sechs wehrfähige Männer aufgeführt sind.
Der Ort gehörte stets zum Egerland und unterstand den größten Teil seiner Geschichte direkt dem Gericht in Eger. Ohne eigene Kirche war es nach Oberlohma bzw. Horní Lomany eingepfarrt. Bei den Volkszählungen in den Jahren 1850–1976 war Hagengrün bzw. Zelený Háj eine Ortschaft der Gemeinde Voitersreuth bzw. Vojtanov im Bezirk Eger bzw. Cheb. 1976 wurde der Ort nach Františkovy Lázně und 1990 zurück nach Vojtanov eingemeindet. mini|Flurkreuz
Einwohnerentwicklung Bei der Volkszählung im Jahr 1921 lebten im Ort 66 Einwohner, von denen sich 60 als Deutsche bezeichneten. 65 Einwohner gehörten der römisch-katholischen Kirche an, einer der evangelischen. +Entwicklung der Einwohnerzahl und der Anzahl der Anwesen in Hagengrün bzw. Zelený HájJahr186918801890190019101921193019501961197019801991200120112021Einwohner85979075886678182322 -10849Anwesen1213131313131310 -5 -4666 Nach der Enteignung und Vertreibung der deutschen Bevölkerung in den Jahren 1945 und 1946 siedelten sich nur wenige neue Bewohner an. Einige Anwesen verfielen und wurden schließlich abgetragen. Ende der 1970er Jahre verließen auch die letzten Einwohner den Ort, der damit zur Wüstung wurde. Vom 1. Juli 1980 bis zum 31. Dezember 1991 galt er offiziell als aufgelöst. Am 1. Januar 1992 wurde er als Teil der Gemeinde Vojtanov wiederhergestellt.
Wirtschaft und Verkehr Zelený Háj ist landwirtschaftlich geprägt. Von regionaler Bedeutung ist ein Zuchtbetrieb für Walliser Schwarzschafe. Der Ort liegt abseits der Fernverkehrsstraßen 21 von Bad Elster nach Cheb und 64 von Aš nach Cheb. Der nächstgelegene Bahnhaltepunkt ist Vojtanov-obec.
Sehenswürdigkeit Flurkreuz aus dem Jahr 1882
Einzelnachweise
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