Desmathen war ein Vorwerk im Bereich von Golzow bei Kloster Lehnin. Der Ort bildete einen Teil des Gutsbezirks Golzow und erscheint in den Quellen als kleines Vorwerk, das eng mit der Wirtschaftsführung des Gutes verbunden war.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 92) Die Gemarkung liegt in der Neuzeit im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.
Geschichte Die schriftlichen Überlieferungen setzen im späten 16. Jahrhundert ein. 1598 wurde ein Flurname den halben Doißmaten genannt, 1609 erschien die Form Dößmatenn. 1745 wurde der Ort als Desmathen, ebenso 1775.
Desmathen war stets Teil des Gutes Golzow. 1598 wurde ein Schäfereirecht der Familie von Rochow erwähnt. 1624 wird überliefert, dass der Pachtschäfer nun gemeinsam mit dem Dorf Pernitz Abgaben leistete, da die Schäferei dorthin verlegt worden war. In den Jahren 1745 und 1772 wurde Desmathen als Vorwerk geführt. 1801 bestand das Vorwerk aus einem Wirtschaftsgehöft mit einem Einlieger, verfügte über 22⅓ Lehnhufen und besaß eine Feuerstelle. Im Jahr 1858 bestand Desmathen als Vorwerk mit einem Wohngebäude und zwei Wirtschaftsgebäuden. Vor 1871 wurde das Vorwerk aufgegeben und die Gebäude abgetragen. Die Einwohnerzahlen schwankten im 18. und 19. Jahrhundert in kleinem Rahmen: 1772 wurden vier Bewohner gezählt, 1801 drei, 1817 sieben, 1837 fünf und 1858 ebenfalls fünf Personen. Mit dem Abbruch des Vorwerks verschwand Desmathen vollständig aus dem Ortsbild, ist jedoch in Flurnamen und historischen Karten weiterhin nachweisbar.
Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 92)
Einzelnachweise
Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Potsdam-Mittelmark) Kategorie:Ersterwähnung 1598 Kategorie:Golzow (Mittelmark)