mini|hochkant|Luke McNamee Luke McNamee (* 4. April 1871 in Mount Hope, Grant County, Wisconsin; † 30. Dezember 1952 in Newport, Rhode Island) war ein Admiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der amerikanischen Battle Force. Zwischen 1931 und 1941 war dies der offizielle Name der United States Pacific Fleet.

Leben Luke McNamee war ein Sohn von Michael McNamee (1824–1894) und dessen Frau Anne Amelia Garvey (1832–1911). Im Jahr 1892 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der Kriegsmarine der Vereinigten Staaten durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Admiral.

Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. Während des Spanisch-Amerikanischen Kriegs war er Erster Offizier auf dem Kanonenboot Princeton (PG-13). Dieses operierte im westlichen Golf von Mexiko um die Halbinsel Yucatán. Im Jahr 1901 wurde er auf das Schlachtschiff Oregon versetzt, das damals in asiatischen Gewässern eingesetzt war.

Zwischen 1905 und 1908 war Luke McNamee auf dem Marinestützpunkt in Guam stationiert, wo er zwei Mal als Militärgouverneur für dieses Gebiet tätig war. Danach war er Inspekteur für Marinebelange bei der Firma General Electric, die in Schenectady im Bundesstaat New York ansässig war. In der Folge wurde er Navigator auf der Monitor USS Nevada. Danach wurde er erster Kommandeur des 1914 in Dienst gestellten Kanonenboots USS Sacramento, das zur Zeit der Mexikanischen Revolution in der Karibik operierte.

Im Jahr 1917 wurde er zunächst Stabschef der Pazifikflotte. Danach übernahm er zur Zeit des Ersten Weltkriegs die gleiche Aufgabe im Stab der amerikanischen Seestreitkräfte in Europa, die damals von William S. Sims kommandiert wurden. Im Jahr 1919 gehörte er zur Marinedelegation innerhalb der amerikanischen Verhandlungskommission bei der Pariser Friedenskonferenz.

In den folgenden Jahren übernahm er mehrere Schiffskommandos. Im Jahr 1921 wurde er Kapitän des Schlachtschiffs USS Nevada (BB-36) und 1923 übernahm er das Kommando über das Schlachtschiff USS Tennessee (BB-43). Dazwischen leitete er ab September 1921 bis zum November 1923 als Nachfolger von Andrew T. Long den Marinenachrichtendienst. In den Jahren 1924 bis 1926 diente McNamee als Marineattaché an der amerikanischen Botschaft in London. Danach erhielt er das Kommando über die Zerstörer der Battle Fleet, bei der es sich um die Pazifikflotte handelte, die in jenen Jahren diesen Namen trug. Anschließend leitete er vier Jahre lang die Ausbildungseinrichtung der Marine (director of fleet training). In der Folge kehrte er zur Pazifikflotte zurück, die inzwischen den Namen Battle Force trug. In den Jahren 1931 und 1932 hatte er das Kommando über deren Schlachtschiffe.

Am 11. August 1932 übernahm Luke McNamee als Nachfolger von Richard H. Leigh das Kommando über die gesamte amerikanische Pazifikflotte. Dieses Amt bekleidete er bis zum 20. Mai 1933, als er von William Harrison Standley abgelöst wurde. Danach wurde er Leiter des Naval War College. Diese Aufgabe erfüllte er als Nachfolger von Harris Laning zwischen dem 3. Juni 1933 und dem 29. Mai 1934. Anschließend schied er aus dem aktiven Militärdienst aus.

Nach seiner Pensionierung zog Luke McNamee nach New York City. Dort übernahm er die Leitung (President) der Mackay Radio and Telegraph Company. Mit einer aggressiven Unternehmenspolitik, die auch Modernisierungen beinhaltete, gelang es ihm, mit dem Unternehmen zu expandieren. Im Jahr 1950 wurde er Vorstandsvorsitzender dieses Unternehmens. Diese Aufgabe erfüllte er bis Mai 1951. Seit 1948 leitete er zudem das Marine-Museum in New York City.

Der seit 1903 mit Dorothy Swinburne (1880–1965), der Tochter des Konteradmirals William T. Swinburne, verheiratete Offizier starb am 30. Dezember 1952 und wurde auf dem Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.

Orden und Auszeichnungen Luke McNamee wurde im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem mit dem Navy Cross und dem französischen Orden der Ehrenlegion ausgezeichnet.

Weblinks

Artikel in der NY Times anlässlich der Kommandoübernahme bei der Zerstörer-Flotte der Pacific Fleet (Battle Fleet) (zuletzt abgerufen am 24. April 2026) McNamee in der Military Hall of Honor (zuletzt abgerufen am 16. Januar 2026, im April 2026 nicht mehr erreichbar) McNamee in der Hall of Valor (zuletzt abgerufen am 24. April 2026)

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