Marco Cairús Lucarelli (* 10. Mai 1997 in Montevideo) ist ein ehemaliger uruguayischer Beachvolleyballspieler.

Karriere Der in der Landeshauptstadt geborene Sportler startete mit Mauricio Vieyto 2014 bei den Olympischen Jugendspielen in Nanjing. Das Duo gewann seine fünf Gruppenspiele und die Begegnung in der Runde der Sechzehn. Nach der folgenden Niederlage belegte es den geteilten fünften Rang. Die beiden erkämpften bei einigen Etappen der Südamerikatour (CSVP) zwei Spielzeiten später weitere Viertelfinalteilnahmen und wurden Neunte bei den Welttitelkämpfen der unter Einundzwanzigjährigen in Luzern. 2017 gelang bei einer weiteren Veranstaltung in Lima der Einzug in die Vorschlussrunde. Nachdem sie beim Finale der Beachserie, das einer kontinentalen Meisterschaft gleichzusetzen ist, ebenfalls Vierte wurden, hatten sie die Startberechtigung für die Weltmeisterschaft in Wien erreicht. Sie waren damit das erste Team aus ihrem Heimatland, das bei einer Beachvolleyball-WM antreten durfte, konnten allerdings keinen Satz für sich entscheiden. Das änderte sich zwei Jahre später in Hamburg, als sie die Russen Chudjakow / Welitschko bezwangen und so Pooldritte wurden. Weder Männern noch Frauen aus Uruguay gelang es nach ihnen bis einschließlich 2025, die Gruppenphase bei einer WM im Sand zu überstehen. Vor der Veranstaltung in der Hansestadt hatten Cairús und Vieyto zum ersten Mal ein CSVP-Turnier in der peruanischen Hauptstadt und die Südamerikanischen Strandspiele am selben Ort auf der obersten Stufe des Treppchens beendet. Bei den Panamerikanischen Spielen wurde sie Sechste von sechzehn Teilnehmern. Dies war ihr letztes gemeinsames Turnier, da Mauricio Vieyto danach seine Beachvolleyballkarriere vorläufig beendete.

Die setzte sein Partner eine Spielzeit später mit dem mehrfachen uruguayischen Hallenmeister Lucas Mocellini fort. Die beiden standen gemeinsam mit Gastón Baldi und Hans Hannibal im Endspiel des Continental Cups in Montevideo und wurden 2021 hinter diesem Team Zweite bei der Landesmeisterschaft. Nach der verpassten Olympiaqualifikation im Juni beendeten sie ihre Zusammenarbeit.

Nach einem satz- und sieglosen Auftritt in derselben Saison beim Vier-Sterne-Event der FIVB World Tour in Itapema gewannen Marco Cairús und Hans Hannibal im Januar 2022 zum ersten Mal gemeinsam eine Etappe der Südamerikatour. In der Hauptstadt ihres Heimatlandes bezwangen sie im Endspiel die Chilenen Noé Aravena und Vicente Droguett in zwei Sätzen. Die Beachvolleyballer aus dem kleinsten spanischsprachigen Land des Kontinents zogen nach zwei weiteren Podestplätzen auch ins Halbfinale des finalen Wettbewerbs ein und qualifizierten sich so für die Weltmeisterschaft in Rom. Anschließend nahmen sie an den Futures der World Pro Tour in Cervia und auf Rhodos teil und belegten dort die Plätze neun und fünf. Bei der WM schieden sie äußerst unglücklich nach der Vorrunde aus. Sowohl gegen die Kubaner Jorge Alayo / Noslen Diaz als auch gegen die Deutschen Clemens Wickler / Nils Ehlers hatten sie einen Satz für sich entschieden und Christopher McHugh / Paul Burnett besiegt. Da aber weder der direkte Vergleich noch das bessere Satzergebnis für das Weiterkommen entscheidend war, stattdessen der höhere Ballquotient, zogen die Australier als Pooldritte in die Runde der 32 ein. Im September erhielten Cairús und Hannibal den Charrua-Preis als beste Beachvolleyballer Uruguays. Nach dem geteilten neunten Rang bei den Südamerikaspielen und dem Einzug ins Hauptfeld beim Elite16 in Uberlândia nach überstandener Qualifikation bestritten Cairús und Hannibal noch einige Etappen der Beachserie auf ihrem Heimatkontinent und trennten sich im Frühjahr 2023.

In derselben Spielzeit war Marco Cairús, der als einziger Beachvolleyballer Uruguays an drei Weltmeisterschaften teilgenommen hat (Stand April 2026), noch bei einigen Turnieren mit Esteban Bailon am Start und wurde mit ihm Neunter bei den südamerikanischen Strandspielen und den CSVP-Finals. Der letzte Auftritt seiner Karriere endete 2024 bei der gleichen Veranstaltung an der Seite seines ehemaligen Partners Lucas Mocellini ebenfalls in der Runde der Zwölf.

Auszeichnungen 2022: Charrúa Beach Volleyball Award

Familie Sara Lucarelli ist die Mutter des Athleten. Sein Vater Diego Cairús war uruguayischer Nationalspieler. Sein älterer Bruder Renzo Cairús war wie Marco Beachvolleyballer. Er ist noch in der Halle aktiv und dort wesentlich erfolgreicher. Er wurde sowohl in seinem Heimatland als auch in Spanien Landesmeister, gewann zweimal den spanischen Pokal und stand ebenfalls zweimal im Supercupfinale. Ein weiterer Bruder heißt Lucas Rodríguez, die Schwester Ornella Cairús Lucarelli. Die Tante mütterlicherseits ist Cris Lucarelli.

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Einzelnachweise

Kategorie:Beachvolleyballspieler (Uruguay) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Jugend-Sommerspiele 2014 Kategorie:Teilnehmer an den Panamerikanischen Spielen (Uruguay) Kategorie:Teilnehmer an den Südamerikaspielen (Uruguay) Kategorie:Uruguayer Kategorie:Geboren 1997 Kategorie:Mann