Almeirim ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Pará im Norden des Landes. Sie liegt am nördlichen Ufer des Amazonas nahe der Grenze zum Bundesstaat Amapá und gehört zu den flächenmäßig größten Gemeinden Brasiliens. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 36.000 geschätzt.
Geografie und Klima Almeirim liegt im Norden des Bundesstaates Pará auf einer Höhe von etwa 15 Metern über dem Meeresspiegel. Der Äquator durchquert das Gemeindegebiet. Dieses erstreckt sich über eine sehr große Fläche und umfasst Teile des Amazonasbeckens mit ausgedehnten Regenwäldern, Flusssystemen und wenig erschlossenen Regionen. Zu den wichtigsten Naturerholungsgebieten der Gemeinde zählen die Bergkette Serra da Velha Pobre, der Wasserfall Panãma am Fluss Paru sowie die Wasserfälle Santo Antônio und Macaquara am Fluss Jari. Die Berge und dichten Wälder der Gemeinde sind ein starker Anziehungspunkt für Ökotourismus.
Das Klima ist tropisch-feucht mit hohen Temperaturen und ganzjährig starken Niederschlägen. Die Durchschnittstemperaturen liegen meist zwischen 25 und 35 °C.
Gliederung Die Gemeinde ist in die folgenden drei Distrikte gegliedert:
Almeirim (Hauptort) Arumanduba Monte Dourado
Geschichte Die Ortschaft wurde ab 1620 zunächst von portugiesischen Geistlichen und niederländischen Entdeckern besiedelt, aber erst ab 1685 endgültig als portugiesisches Fort zur Verteidigung der Schifffahrt auf diesem Abschnitt des Amazonas etabliert. Die Lage am Fluss begünstigte die Entwicklung als Handels- und Versorgungsstation. Bekannt ist der Ort nach der Stadt Almeirim in Portugal.
Am 22. Februar 1758 wurde Almeirim (ehemals ein Dorf) zur Stadt erhoben und von Gururpá abgetrennt. Mit dem Ende der Kolonialzeit verlor der Ort seinen Stadtstatus. Durch Staatsdekret Nr. 109 vom 17. März 1890 wurde der alte Status wiederhergestellt und Almeirim offiziell zur eigenständigen Gemeinde erhoben.
Bis weit ins 20. Jahrhundert blieb die Region durch ihre abgelegene Lage kaum besiedelt. 1967 begann das Jari-Projekt das von dem amerikanischen Milliardär Daniel Keith Ludwig initiiert wurde. Der Ort erhielt eine Zellstofffabrik sowie eine Eisenbahnverbindung und es wurde mit dem Abbau und Export von Bauxit und Kaolin begonnen.
Demografie Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 36.000 Personen geschätzt. Die Bevölkerung ist überwiegend urban geprägt, konzentriert sich jedoch auf wenige Siedlungskerne entlang des Amazonas. Ethnisch sind über 70 Prozent der Bevölkerung Farbige gemischter Herkunft. Knapp 3 Prozent der Bevölkerung gehören zu den indigenen Völkern Brasiliens (2022).
JahrEinwohner199133.442200033.957201033.614202234.280Volkszählungen
Wirtschaft Die Wirtschaft von Almeirim basiert vor allem auf Landwirtschaft und Rohstoffen. Die Gemeinde gehört landesweit zu den führenden Produzenten von Büffelmilch. Aufgrund der Lage am Amazonas spielt auch der Flusshandel eine wichtige Rolle. Daneben gewinnen Holzverarbeitung und Dienstleistungen an Bedeutung. 2014 ging ein Wasserkraftwerk in Betrieb.
Die Stadt wird durch den Flughafen Almeirim angebunden. Der 73 km von Hauptort entfernte Flughafen Serra do Areão im Distrikt Monte Dourado versorgt die Bevölkerung, die im Rahmen des Jari-Projekts dort lebt und arbeitet. Die Stadt Laranjal do Jari im Bundesstaat Amapá ist mit der Fähre von Monte Dourado aus zu erreichen.
Religion Almeirim gehört zum römisch-katholischen Bistum Óbidos. Neben der katholischen Kirche sind auch protestantisch-freikirchliche Gemeinden vertreten.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Pará Kategorie:Município in Pará Kategorie:Gemeindegründung 1890