mini|hochkant|Nadia Sharmeen (2015) Nadia Sharmeen () ist eine bangladeschische Journalistin und Frauenrechtlerin. Im Jahr 2015 erhielt sie den International Women of Courage Award des US-Außenministeriums.
Leben Im Jahr 2013 arbeitete Sharmeen als Reporterin von Ekushey Television, als sie bei der Berichterstattung über eine Kundgebung von Hefazat-e-Islam in Dhaka angegriffen wurde; nach dem Angriff und einer längeren Genesungsphase war sie als Kriminalreporterin bei Ekattor TV tätig. Ende Juli 2013 ordnete der High Court Maßnahmen gegen die Angreifer an und verlangte eine angemessene Behandlung in einem staatlichen Krankenhaus auf Staatskosten. Sharmeen war nach dem Angriff über Monate von ihren Verletzungen gezeichnet; das Committee to Protect Journalists berichtete im August 2013, dass sie wegen eines gerissenen Bandes im Bein weitgehend zu Hause festsaß. 2019 erhielt sie als Reporterin von 71 Television den Shaheed Selina Parvin Courageous Journalism Award, und 2021 wurde sie als Journalistin von Ekattor TV bei den UNICEF Meena Media Awards im Bereich Rundfunk ausgezeichnet.
Wirken Sharmeen arbeitete als Kriminalreporterin und recherchierte zu Erpressung auf Fernstraßen in Bangladesch. Bei der Hefazat-Kundgebung vom 6. April 2013 wurde ihre Anwesenheit als Frau zunächst offen infrage gestellt; anschließend wurde sie von einer größeren Gruppe verfolgt, geschlagen, zu Boden gebracht und aus dem Versammlungsbereich gezerrt. Dabei wurden ihr noch ihre Handtasche und ihr Mobiltelefon abgenommen, bevor Kollegen sie in Sicherheit brachten und in die Notaufnahme des Dhaka Medical College Hospital brachten. Trotz der Misshandlung erklärte sie kurz darauf, dass sie nach ihrer Genesung erneut zu einer Versammlung von Hefazat-e-Islam gehen werde, um ihre journalistische Arbeit zu tun. In einem Interview mit dem Committee to Protect Journalists beschrieb sie die Lage für Frauen im Journalismus in Bangladesch als zunehmend riskant und kritisierte, dass Redaktionen Frauen aus Sorge vor Angriffen von der Berichterstattung über islamistische Gruppen fernhielten. Die Angriffe auf Sharmeen lösten Proteste von Journalistengewerkschaften und Frauengruppen aus und verstärkten die öffentliche Debatte über Pressefreiheit und die Sicherheit von Frauen im Journalismus in Bangladesch.
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