Turdus heinrothi ist ein Singvogel aus der Familie der Drosseln (Turdidae).
Die Art ist endemisch in Papua-Neuguinea auf den Inseln Tolokiwa, Neubritannien, Neuirland und St.-Matthias.
Turdus heinrothi wurde bis vor kurzem als Teil des Turdus poliocephalus-Artenkomplexes angesehen. Dieser umfasst mehr als 50 auf zahlreiche Inseln verteilte endemischen Arten und wurde als eine polytypische Art unter dem Namen „Südseedrossel“ (im weiteren Sinne) betrachtetP. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann, F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen. 3., ergänzte Auflage. 2022, PDF
Aufgrund molekularer phylogenetischer Untersuchungen wurde dieser Artenkomplex im Jahre 2023 in 17 Arten aufgespalten.A. H. Reeve, G. Gower, J. M. Pujolar, B. T. Smith, B. Petersen, U. Olsson, T. Haryoko, B. Koane, G. Maiah, M. P. Blom, P. G. Ericson, M. Irestedt, F. Racimo, K. A. Jønsson: Population genomics of the island thrush elucidates one of earth's great archipelagic radiations. In: Evolution letters. Band 7, Nummer 1, Februar 2023, S. 24–36, doi:10.1093/evlett/qrac006. PMID 37065434, .F. Gill, D. Donsker, P. Rasmussen (Hrsg.): "Thrushes". [IOC World Bird List Version 14.2. International Ornithologists' Union. IOC World Bird List 14.2]J. F. Clements, P. C. Rasmussen, T. S. Schulenberg, M. J. Iliff, T. A. Fredericks, J. A. Gerbracht, D. Lepage, A. Spencer, S. M. Billerman, B. L. Sullivan, M. Smith, C. L. Wood: The eBird/Clements Checklist of Birds of the world: v2024. 2024, Version 2024 Abgerufen am 2. Juli 2025.
Der Lebensraum umfasst dichten Bergwald und Gebüsch von 750–1420 m. ü. M.auf Tolokiwa, 1,380–1,650 m in Neubritannien, oberhalb von 1500 m in Neuirland und auf St.-Matthias bis herab zum Küste.
Der Artzusatz bezieht sich auf Oskar August Heinroth.J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press, 1991, ISBN 0-19-854634-3.
Merkmale Diese mittelgroße Drossel wiegt 48–67 g. Die Nominatform ist schwärzlich braun mit braunerem Kopf, Iris, Augenring und Beine sind gelb. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Jungvögel sind dunkler mit rostorangener Zeichnung am Kopf, gelbbraune Strichelung an der Oberseite und rostbraune Unterseite mit dunkelbraunen Flecken.N. Collar, D. A. Christie, G. M. Kirwan: Bismarck Island-Thrush (Turdus heinrothi). version 1.0. In: S. M. Billerman, N. D. Sly (Hrsg.): Birds of the World. 2024, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. doi:10.2173/bow.bisist1.01
Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt:IOC World Bird List 15.1 ThrushesAviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. doi:10.2173/avilist.v2025J. F. Clements, P. C. Rasmussen, T. S. Schulenberg, M. J. Iliff, J. A. Gerbracht, D. Lepage, A. Spencer, S. M. Billerman, B. L. Sullivan, M. Smith, C. L. Wood: The eBird/Clements Checklist of Birds of the world: v2024. 2024, Version 2024 Abgerufen am 2. Juli 2025. T. h. heinrothi & , 1924, Nominatform – Mussau-Insel T. h. tolokiwae , 1989J. Diamond: Turdus poliocephalus tolokiwae. In: Emu. Band 89, Heft 1, 1989, S. 59, Emu Austral Ornithology – Tolokiwa, dunkler, Oberseite matt dunkelgrau, Unterseite etwas heller, blasse Schuppenzeichnung an Bauch und Unterschwanzdecken T. h. beehleri , 1977S. D. Ripley: Turdus poliocephalus beehleri. In: The Auk. Band 94, 1977, S. 772, Digitalcommons – Neuirland, schwärzliche Kopfkappe, Oberseite olivfarben überhaucht, Gesicht und Kehle dunkel graubraun
Auf Neubritannien existiert eine Population, die nicht den Unterarten zugeordnet werden konnte, und möglicherweise eine noch unbeschriebene Art sein könnte.K. D. Bishop, D. N. Jones: The montane avifauna of west New Britain, with special reference to the Nakanai Mountains. In: Emu. Band 101, Nummer 3, 2001, S. 205–220, doi:10.1071/MU00065
Stimme Der Gesang wurde nicht gesondert beschrieben.
Lebensweise Die Art ist ein Standvogel. Über die Nahrung liegen keine Angaben vor. Der Vogel wurde zusammen mit dem Insellaubsänger (Phylloscopus poliocephalus), dem Bismarckdickkopf (Pachycephala citreogaster), dem Schwarzkopf-Brillenvogel (Zosterops hypoxanthus) und der Dreifarben-Papageiamadine (Erythrura trichroa) in gemischten Jagdgemeinschaften gesichtet.
Gefährdungssituation Die Gefährdungssituation ist bislang nicht untersucht, Stand April 2026. Die Art gilt als ziemlich häufig auf allen Inseln.G. Dutson: Birds of Melanesia: The Bismarcks, Solomons, Vanuatu and New Caledonia. 2011, ISBN 978-0-7136-6540-6.
Literatur L. W. Rothschild, E. J. O. Hartert: Turdus melanarius heinrothi. In: Bulletin of the British Ornithologists' Club. Band 44, S. 53, 1924, Biodiversity Library
Weblinks
Macaulay Library
Turdus heinrothi auf Briefmarken
Einzelnachweise
Kategorie:Drosseln Kategorie:Endemisches Tier Neuguineas Kategorie:Turdidae