Robert Joseph Banas (* 22. September 1933 in New York City, New York; † 29. Juli 2024 in Los Angeles, Kalifornien), auch bekannt als Bob Banas bzw. Bobby Banas, war ein US-amerikanischer Schauspieler, Tänzer und Choreograf, der durch Filme wie West Side Story als Joyboy, Zoff in Beverly Hills und Always – Der Feuerengel von Montana bekannt wurde.

Leben Banas wurde 1933 als Robert Joseph Banas in New York City geboren. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sein Vater Joseph John Banas militärischer Chefinspektor für die Stahlwerke in McKeesport, Pennsylvania, während seine Mutter Marian Joan Mesko in Erie als Propellerinspektorin für Curtiss-Wright arbeitete. Er hatte eine jüngere Schwester namens Faith Joy, die vor ihm starb. Die Kinder lebten während dieser Zeit bei der Großmutter in Windber.

Banas sagte in einem Interview, er habe bereits im Alter von fünf Jahren zu tanzen begonnen. „Ich konnte einfach nicht stillsitzen, wenn ich diese Big Bands hörte: Tommy Dorsey, Ray Anthony, Count Basie, Les Brown und Stan Kenton.“ Im Jahr 1942 organisierte sein Vater für ihn und seine Schwester Faith Unterricht im Gesellschaftstanz unter Agnes Shontz.

Nach dem Ende des Krieges zog die Familie nach Hollywood und Banas erhielt ein Stipendium für die Michael Panaieff Children’s Ballet Company. In der Ballettschule, an der auch Jill St. John und Stefanie Powers Mitglieder warden, wurde er Tanzpartner von Natalie Wood, mit der er später gemeinsam vor der Kamera stand. Banas besuchte zudem die Hollywood Professional School und die Hollywood High School.

Von 1964 bis 1969 war er mit Susan G. Mintz verheiratet. Er hatte einen Sohn, den Regisseur und Fotografen Eden Tyler Banas. Banas starb im Alter von 90 Jahren an den Folger einer Lungenentzündung in einer betreuten Wohneinrichtung in Encino. Seine Asche wurde der Familie übergeben.

Karriere Nach der Schulzeit bewarb sich Banas für die Produktion von Carousel an der Los Angeles Civic Light Opera (LACLO) und wurde als Enoch Snow Jr. gecastet; ein zuvor geplantes Studium an der University of California, Los Angeles (UCLA), verwarf er. Es folgten Bühnenproduktionen von Kiss Me, Kate, Annie Get Your Gun, Brigadoon und Plain and Fancy. Von 1954 bis 1955 war er unter Jerome Robbins in der Musical-Adaption von Peter Pan an der Seite von Mary Martin am Broadway im Winter Garden Theatre zu sehen und wirkte anschließend im Film The King and I mit. Das trug dazu bei, dass er für die Verfilmung von West Side Story nach fünf Auswahlrunden besetzt wurde, die von Robert Wise und Robbins inszeniert wurde.

In den 1950er- und 1960er-Jahren war er in einer Reihe von popikonischen Filmen und Fernsehsendungen zu sehen, oftmals vom Produzenten Sam Katzman. Sein Debüt vor der Kamera hatte er 1952 in Hat jemand meine Braut gesehen?. Er tanzte mit Live-Begleitung von Bill Haley and His Comets in Don’t Knock the Rock (1956), war in Carousel (1956), The Girl Most Likely (1958) mit Jane Powell, L’il Abner (1959), Let’s Make Love (1960) mit Marilyn Monroe, Babes in Toyland (1961), Bye Bye Birdie (1963) sowie Made in Paris (1966) mit Ann-Margret, The Unsinkable Molly Brown (1964) mit Debbie Reynolds, als Schornsteinfeger in einer Dachszene mit Dick Van Dyke und Julie Andrews in Mary Poppins (1964), in Billie (1965) mit Patty Duke und im Elvis-Presley-Film Girl Happy (1965) zu sehen. Er lieferte auch Beatnik-Tanzbewegungen zum Lied The Leopard in einer Folge der Fernsehserie Mini-Max aus dem Jahr 1966 – an der Seite von Geraldine Brooks. 1966 war er auch als Fernsehproduzent von fünf Teilen der Reihe Swingin’ Country tätig.

Er war unter anderem als Choreograf für die Kraft Summer Music Hall, Malibu University, die The Jonathan Winters Show, für die Fernsehserie Mork vom Ork, … und wenn der letzte Reifen platzt (1983), Zoff in Beverly Hills (1986) sowie in zwei Filmen von Steven Spielberg tätig; zeitweilig trat er auch mit der Formation The Bob Banas Dancers bzw. The Robert Banas Dancers auf. Seinen letzte Arbeit hinter der Kamera hatte er 1995 im Fernsehfilm Dexter Riley – Total verkabelt und nichts begriffen, danach arbeitete er vorwiegend als Tanztrainer in Los Angeles, unter anderem an der Dick Grove School of Music und selbstständig in der von ihm gegründeten Bob Banas Musical Dance Company; er war später auch als Rosenpfleger tätig.

Ein Tanz, den er für das Shirley-Ellis-Lied The Nitty Gritty choreografierte und 1964 – gemeinsam mit fünf weiteren Tänzern – in der Judy Garland Show aufführte, wurde in den 2010er-Jahren zu einem Meme und wurde mehr als 25 Millionen Mal auf YouTube angeschaut: Banas übernahm damals die Choreografie, da Garlands Stamm-Choreograf Peter Gennaro verhindert war. Im Jahr 2012 stellte er das Buch Our Story: Jets and Sharks – Then and Now vor, eine Sammlung von Erinnerungen der Tänzer aus West Side Story.

Im deutschen Sprachraum wurde Banas unter anderem von Rainer Brandt und Wolfgang Kühne synchronisiert.

Filmografie (Auswahl) Schauspieler

Choreografie Vorwiegend als Choreograf war Banas in folgenden Produktionen tätig: 1963: The Judy Garland Show (Fernsehserie) 1970er-Jahre: Die Leute von der Shiloh Ranch (Fernsehserie) 1973: Barnaby Jones (Fernsehserie) 1979: Skatetown, U.S.A. 1979: The Bad News Bears (Fernsehserie) 1978: Mork vom Ork (Fernsehserie) 1983: … und wenn der letzte Reifen platzt 1985: Tuff Turf 1986: Zoff in Beverly Hills 1986: Heiße Geschäfte 1989: Teen Witch 1989: Always – Der Feuerengel von Montana 1991: Hook 1995: Dexter Riley – Total verkabelt und nichts begriffen (Fernsehfilm)

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise (Dr. Alan Carlos Hernandez, 15. April 2012, Herald de Paris et Cie., Ltd, Englische Sprache)

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