mini|Logo des Deutschen Volkshochschul-Verbandes und auch der VHS Hanau
Die Volkshochschule Hanau (Eigenschreibweise: vhs Hanau) ist eine Abteilung der Stadtverwaltung Hanau innerhalb des Amts für Schulen, Soziales und Sport. Als kommunaler Weiterbildungsträger der Erwachsenenbildung fördert und begleitet die VHS Hanau lebenslanges Lernen. Zuständiger Dezernent ist Bürgermeister Maximilian Bieri.
Organisation und Struktur Personal Die vhs Hanau gliedert sich in eine administrative Leitung sowie in hauptberufliches und freiberufliches Personal. Das hauptberufliche Team besteht aus 17 Personen sowie der Leitung, die sich in Verwaltung (Teilnahme- und Kursleitungsangelegenheiten) und pädagogisches Personal (Inhaltsplanung, Qualitätssicherung) unterteilen.
Der Unterricht wird von etwa 280 freiberuflichen Kursleitenden erteilt. Diese wählen alle fünf Jahre eine zweiköpfige Kursleitungsvertretung, die als Ansprechpartner für deren Belange fungiert und in der vhs-Kommission mitwirkt.
Volkshochschulkommission Die vhs-Kommission berät die Einrichtung und besteht aus 18 ehrenamtlichen Mitgliedern des öffentlichen Lebens (Parteien, Kirchen, Gewerkschaften, Wirtschaft sowie Vertretungen der Kursleitenden und des Fördervereins). Die Mitglieder werden für die Dauer von fünf Jahren von der Stadtverordnetenversammlung gewählt. Den Vorsitz führt Bürgermeister Maximilian Bieri.
Arbeitsgrundlagen der vhs Hanau sind das Gesetz zur Förderung der Weiterbildung und des lebensbegleitenden Lernens im Lande Hessen vom 1. Juli 2006 und die städtische Satzung der Volkshochschule.
Qualifikation und Qualitätsmanagement Die vhs Hanau stellt spezifische Anforderungen an die Fach-, Sozial-, Beratungs- und methodisch-didaktische Kompetenz ihrer Lehrkräfte. In Kooperation mit dem Hessischen Volkshochschulverband bietet sie die Fortbildungsreihe „Lehren in der Erwachsenenbildung“ sowie das EUROLTA-Zertifikat (European Certificate in Language Teaching to Adults) an. Seit Mai 2019 ist die vhs zudem als EUROLTA-Trainings-Center akkreditiert.
Die Einrichtung verfügt über mehrere Zertifizierungen: LQW: Seit 2005 ist die vhs nach der „Lernerorientierten Qualitätsentwicklung in der Weiterbildung“ zertifiziert (letzte Retestierung 2021). AZAV: Zugelassener Träger für die Förderung der beruflichen Weiterbildung nach dem Recht der Arbeitsförderung (SGB III). Prüfungszentren: Die vhs ist zertifiziertes Prüfungszentrum für telc-, Cambridge- sowie Xpert-Prüfungen (Europäische Prüfungszentrale).
Bildungsangebote und Standorte Die vhs achtet bei ihren Veranstaltungsorten auf Barrierefreiheit, um Menschen mit Mobilitäts- oder Sehbehinderungen den Zugang zu ermöglichen.
Geschichte Die Volkshochschule Hanau wurde 1946 gegründet.
Ab 2013 gab es öffentliche Diskussionen um den Standort der Volkshochschule. Ein von der Stadtverwaltung Hanau erwogener Umzug vom angemieteten Standort am Ulanenplatz in das historische Kanzleigebäude am Schlossplatz stieß auf Widerstand seitens der Kursleitenden und des Fördervereins. Kritisiert wurden insbesondere die mangelnde Eignung des denkmalgeschützten Gebäudes für moderne Unterrichtsanforderungen, eine befürchtete Reduzierung der Raumkapazitäten trotz gestiegenen Bedarfs (etwa für Integrationskurse) sowie unklare künftige Betriebskosten.
Literatur Antonio Cantero Galisteo: Baracke 5 Zimmer 11 : der große Traum – Auswandern an einen fremden Ort : Anfänger der Arbeitsmigration nach Hanau-Großauheim – ein junger Spanier erzählt. Hrsg.: Magistrat der Brüder-Grimm-Stadt Hanau, Fachbereich Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen. Übersetzung durch Teilnehmende der Spanischkurse C1/C2 der VHS Hanau (Semester 2020/21) und Sebastian Saliger. Hanau 2023, ISBN 978-3-948834-01-2.
Weblinks Website der VHS Hanau Einzelnachweise
Hanau Kategorie:Schule in Hanau Kategorie:Bildungseinrichtung der Erwachsenenbildung in Hessen Kategorie:Bildungseinrichtungsgründung 1946