mini|hochkant|Karsten Hønge (2018) Karsten Hønge (* 25. September 1958 in Nykøbing Mors) ist ein dänischer Politiker der Socialistisk Folkeparti. Seit 2015 ist er Mitglied des Folketings, dem er bereits von 2007 bis 2011 angehörte.
Leben Hønge kam 1958 in Nykøbing Mors als jüngstes von vier Kindern zur Welt. In dem Ort wuchs er in armen Verhältnissen auf. Entgegen seinen Eltern, die Mitglieder der Socialdemokratiet waren, engagierte er sich bereits als Jugendlicher in der Socialistisk Folkeparti und gründete mit 14 Jahren einen Ortsverband der Socialistisk Folkepartis Ungdom in Nykøbing Mors. Nachdem er 1978 seine Schullaufbahn auf dem Gymnasium in Thisted abgeschlossen hatte, meldete er sich freiwillig für den Militärdienst. Anschließend absolvierte er von 1980 bis 1983 eine Ausbildung zum Zimmerer in Aarhus und folgte damit den Fußstapfen seines Vaters, der diesen Beruf ebenfalls ausübte. Über seine berufliche Tätigkeit in Grönland, Norwegen und auf den Färöern finanzierte er sich neben einer Weltreise auch größere Reisen durch Australien und den afrikanischen Kontinent. Insgesamt verbrachte er so fast drei Jahre im Ausland.
Für das dänische Parlament kandidierte Hønge bereits bei der Folketingswahl 1979 über die Liste der Venstresocialisterne. Ab der Folketingswahl 1994 trat er als Kandidat der Socialistisk Folkeparti im Fyns Amtskreds an, blieb aber auch hier wiederholt erfolglos. Bei der Kommunalwahl 2001 erhielt er ein Mandat für den Fyns Amtsråd, bei der Kommunalwahl 2005 schaffte er es in den Stadtrat von Odense. Im Jahr 2007 schied er aus diesem aus, nachdem er bei der Folketingswahl 2007 ein Mandat für das nationale Parlament erhalten hatte. Im Folketing war er unter anderem Sprecher für Handel und Industrie in seiner Folketingsgruppe. Hønge bewarb sich auch bei der Wahl 2011 um ein erneutes Mandat, scheiterte aber parteiintern gegen Annette Vilhelmsen, die bei der Wahl mehr Vorzugsstimmen erhielt. Er trat später bei der Kommunalwahl 2013 für den Regionalrat Syddanmark an und war bis 2015 einer von zwei Vertretern der Socialistisk Folkeparti. Zwischenzeitlich kam er für mehrere Monate auch wieder in das Folketing, wo er vom 28. Januar 2014 bis zum 6. Oktober 2014 Anne Baastrup vertrat und kurz darauf auch Annette Vilhelmsen für zwei Wochen ersetzte. In dieser Zeit gehörte er zu den schärfsten Kritikern des Verkaufs von Regierungsanteilen am Energieunternehmen Dong Energy an Goldman Sachs, der schließlich zum Regierungsbruch führte, und wurde in der Folge auch „Vikar fra helvede“ (Stellvertreter aus der Hölle) genannt.
Bei der Folketingswahl 2015, bei der die Socialistisk Folkeparti insgesamt nur noch sieben Mandate erhielt, setzte Hønge sich im Fyns Storkreds gegen die frühere Parteivorsitzende Vilhelmsen durch und besetzte das einzige Mandat, das für die SF auf diesen Wahlkreis entfiel. Im Folketing war er anschließend arbeitspolitischer Sprecher sowie Sprecher für Belange Grönlands und der Färöer. Bis 2019 war er zudem Sprecher für Transport. Im August 2017 bestimmte seine Folketingsgruppe ihn zum Politischen Sprecher. Nach der Wahl 2019 wurde er außenpolitischer Sprecher seiner Folketingsgruppe. Nach der Folketingswahl 2022 wurde er von seiner Partei als Vertreter in das Präsidium des Folketings entsandt und folgte dort auf Trine Torp, die nicht erneut angetreten war. Die Position des Politischen Sprechers gab er vollständig an Signe Munk ab, mit der er sich das Amt bereits seit dem Januar 2022 teilte. Auch nach der Folketingswahl 2026 ist er erneut Mitglied des Präsidiums und steht zusätzlich dem Auswärtigen Ausschuss (Det Udenrigspolitiske Nævn) als Vorsitzender vor.
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Einzelnachweise
Kategorie:Folketingsabgeordneter (21. Jahrhundert) Kategorie:Socialistisk-Folkeparti-Mitglied Kategorie:Person (Odense Kommune) Kategorie:Däne Kategorie:Geboren 1958 Kategorie:Mann