Wolfgang D. Müller (* 13. September 1919 in München; † 22. Januar 2006) war ein deutscher Journalist und Fachpublizist mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Technik und Kernenergie.

Leben Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in München und dem Kriegsdienst hielt sich Müller mehrere Jahre in Südostasien auf. Dort arbeitete er unter anderem als freier Mitarbeiter für deutschsprachige Zeitungen und Zeitschriften, für die er über wirtschaftliche Entwicklungen berichtete. Nach seiner Rückkehr in die Bundesrepublik Deutschland veröffentlichte er seit den frühen 1950er Jahren Berichte und Sachbücher zu wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und technischen Themen, insbesondere zu den damals neuen Bereichen der Kernenergie und der Raumfahrt.

Mit der Gründung der Fachzeitschrift „atomwirtschaft – atomtechnik“ (atw) im Jahr 1956 durch den Handelsblatt-Verlag übernahm Müller deren Chefredaktion, die er bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden Ende 1984 innehatte. Darüber hinaus war er an weiteren Publikationen beteiligt, darunter ab 1972 dem Informationsdienst „Kernenergie und Umwelt“. Er initiierte zudem das erstmals 1970 erschienene „Jahrbuch der Atomwirtschaft“ und war bis 1991 dessen Mitherausgeber.

Auch nach seiner Pensionierung blieb Müller publizistisch tätig. Er arbeitete an einer mehrbändigen „Geschichte der Kernenergie in der Bundesrepublik Deutschland“, von der 1990 der erste Band „Anfänge und Weichenstellungen“ und 1996 der zweite Band „Auf der Suche nach dem Erfolg – die Sechziger Jahre“ erschienen. Später veröffentlichte er zudem eine Darstellung zur Geschichte der Kernenergie in der DDR.

Für seine Arbeit wurde Müller unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse sowie dem Karl-Winnacker-Preis des Deutschen Atomforums ausgezeichnet.

Werke

Einzelnachweise

Kategorie:Journalist (Deutschland) Kategorie:Publizist Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1919 Kategorie:Gestorben 2006 Kategorie:Mann