mini|Joseph Heintz der Jüngere Joseph Heintz der Jüngere (* um 1600 in Augsburg (?); † nach 1678 in Venedig (?)) war ein in Venedig tätiger deutscher Historien- und Vedutenmaler.
Leben Joseph Heintz wurde als Sohn des Malers Joseph Heintz des Älteren geboren. Er begann 1617 seine Lehre bei seinem Stiefvater Matthäus Gundelach in Augsburg und war 1625 bereits in Venedig aktiv, wo er besonders in den 1650er und 1660er Jahren häufig genannt wird. Heintz wurde in Italien für seine Bilder mit fantastischen Szenen und höllischen Gestalten im Stil von Hieronymus Bosch und Brueghel bekannt. Urban VIII. verlieh ihm die Ritterwürde aufgrund seiner bizarren Kunst. Ein Bild aus dem Jahr 1674 wurde in Wiener Privatbesitz gefunden. 1678 wurde beschlossen, dass Heintz die Kirche San Bernardo in Murano ausmalen sollte. 1688/93 ist er in den Zunftlisten aufgeführt.
Von seinen zahlreichen Arbeiten für venezianische Kirchen sind nur drei nachweisbar: das große Jüngste Gericht von 1661 aus der ehemaligen Kirche San Antonio, das Wunder des hl. Antonius von 1670 in Santi Giovanni e Paolo und die Madonna mit Heiligen in San Fantin. Seine Werke zeigen den Einfluss der Rudolfiner sowie der Maler Correggio, Palma il giovane und Tintoretto. Sein Sohn Daniel III. und seine Tochter Regina waren ebenfalls als Maler in Venedig tätig.
Werke (Auswahl)
Literatur
Weblinks
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