mini|hochkant|Clara Louise Kellogg Clara Louise Kellogg Strakosch (* 9. Juli 1842 in Sumterville, South Carolina; † 13. Mai 1916 in New Hartford, Connecticut) war eine amerikanische Sopranistin und Opernunternehmerin, die ihre Lebenserinnerungen in ihrer Autobiographie „Memoirs of an American Prima Donna“ veröffentlichte.

Leben Clara Louise Kellogg wurde als Tochter von Jane Elizabeth Kellogg (geb. Crosby) und George Kellogg am 9. Juli 1842 in South Carolina geboren.

In ihren Memoiren schildert sie, wie sie als junges Mädchen den Klang des Banjos liebte, das als Instrument der in den Südstaaten versklavten Afroamerikaner galt. Gegen den Willen ihres Vaters erlernte sie das Instrument und brachte sich autodidaktisch die Musik der Schwarzen bei.

Bald darauf erhielt sie ihren ersten Gesangsunterricht, doch war es damals nicht ihr Ziel, Sängerin zu werden. Ihr Lehrer war ein Franzose mit Namen Millet, der wiederum am Pariser Konservatorium studiert haben soll.

Ihre systematische musikalische Ausbildung erhielt sie an der Academy of Music in New York City, wo sie auch mit 19 Jahren an der Oper in der Partie der Gilda in Giuseppe Verdis „Rigoletto“ debütierte. 1861 berichteten erste Zeitungen in Deutschland von ihren sängerischen Fähigkeiten.

Eine Besonderheit ihrer Auftritte waren die von ihr nach Gemälden selbst entworfenen Kostüme. So beschreibt sie in ihren Memoiren, dass sie sich zur Premiere als Marguerite in Charles Gounods „Faust“ ein altdeutsches Mieder schneidern ließ, welches bei den New Yorkern fast ebenso großes Aufsehen erregte wie ihre eigens für 200 Dollar aus Europa importierte Perücke und ihr Gesang.

1867–1868 sang sie in London, worüber die Süddeutsche Musik-Zeitung mit folgenden Worten schrieb: "Eine amerikanische Sängerin, Mlle Clara Louise Kellogg, ist hier in Her Majesty's Theater in London als Margarethe in Gounods "Faust" aufgetreten und hat einen ausserordentlichen Erfolg errungen, der sich bei ihrem wiederholten Erscheinen in derselben Rolle, als Violetta in Verdi's "Traviata" und als Linda von Chamounix immer mehr befestigte und steigerte."1870 war sie zurück in New York, wo sie zusammen mit den Altistinnen Antoinette Sterling und Anna Louise Carey viele Konzerte sang. Eine weitere musikalische Wegbegleiterin war die Pianistin Anna Mehlig, mit der sie sowohl in New York als auch in London häufiger auftrat.

1874 machte sie sich in den Vereinigten Staaten mit einem Opernunternehmen selbständig, für das sie führende Sängerinnen und Sänger verpflichten konnte. Ferner bearbeitete und übersetzte sie französische Opern, wie Aubers Werk „Les diamants de la couronne“ für den amerikanischen Markt. 1880 reiste sie nach Österreich, wo sie an der Hofoper die Leonore in Giuseppe Verdis „Il Trovatore“ sang. Anschließend gastierte sie in Sankt Petersburg.

Sie heiratete am 6. November 1886 den aus Wien stammenden Musikmanager Carl Strakosch (* 16. April 1860; † 23. Oktober 1916), einen Neffen von Max Strakosch und Maurice Strakosch. Er war 18 Jahre jünger als sie und sie erwarben den Landsitz Elpstone in New Hartford (Connecticut).

Ihre 1913 veröffentlichte Selbstbiografie Memoirs of an American Prima Donna gibt einen Einblick in die amerikanische Opernwelt des 19. Jahrhunderts.

Kellogg starb am 13. Mai 1916 im Alter von 73 Jahren in New Hartford, ihr Ehemann nur fünf Monate später im Alter von 56 Jahren. Die Grabstätte der Eheleute befindet sich auf dem dortigen „Town Hill Cemetery“.

Widmungen Zeit ihres Lebens wurden Clara Louise Kellogg Kompositionen gewidmet: E. Marbury, Ma Mie (My Love), Wallace, New York, 1860 W. H. J. Graham, Farewell. we now must part forever, Verlag Clayton, New York, 1863 Luigi Arditi, Kellogg Waltz, Pond& Co, New York, 1868 Natale Piperno, Clara Louise Kellogg's grand March, 1881 Paolo La Villa, L'Addio, New York 1885

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Einzelnachweise

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