Die China-Fleckschnabelente (Anas zonorhyncha), gelegentlich auch Östliche Fleckschnabelente genannt, ist eine Vogelart aus der Gattung der eigentlichen Enten (Anas), die im Osten von China und der Mongolei, im Südosten Sibiriens, im Süden von Sachalin, in Korea, auf Taiwan und in Japan vorkommt. mini|hochkant|
Grün - das Verbreitungsgebiet der Indien-Fleckschnabelente
Merkmale Sie ist eine große Schwimmentenart und erreicht eine Gesamtlänge von 58 bis 63 Zentimeter. Das Gewicht der Männchen liegt bei 1000 bis 1340 Gramm, Weibchen sind mit einem Gewicht von 750 bis 980 Gramm deutlich leichter und sind im Durchschnitt auch etwas kleiner. Die Flügelspannweite beträgt 83 bis 94 Zentimeter. Der Geschlechtsdimorphismus der China-Fleckschnabelente ist gering und beide Geschlechter ähneln mit ihrem überwiegend bräunlichen Gefieder oberflächlich betrachtet einer weiblichen Stockente (Anas platyrhynchos), der einzigen ähnlichen Entenart im Verbreitungsgebiet. Der Kopf ist jedoch heller, der Schnabel ist schwarz mit einer breiten gelben Spitze, die Augen sind braun, die Beine und die Füße sind orange. Der Spiegel ist blau.
Lebensraum und Lebensweise Die China-Fleckschnabelente lebt im Binnenland und an der Küste vor allem auf offenen, flachen Gewässern mit üppiger Vegetation. Die im Norden des Verbreitungsgebietes brütenden Populationen ziehen zur Überwinterung in den Süden. Die Vögel ernähren sich vor allem vegetarisch von Gräsern, Seggen, Wasserpflanzen und Samen. Gelegentlich fressen sie auch Wasserinsekten und deren Larven, Würmer und Weichtiere wie Wasserschnecken. Die Nahrungssuche erfolgt durch Gründeln und Wühlen. In Japan und Korea werden zur Nahrungssuche regelmäßig Reisfelder aufgesucht. China-Fleckschnabelenten leben paarweise oder in kleinen Gruppen. Hin und wieder bilden sie größere Schwärme mit bis zu 100 Exemplaren.
Die Vögel brüten meist von April bis Juli, die Brutzeit variiert jedoch abhängig von der Region und vom Wasserstand. Wahrscheinlich bleiben Paare länger zusammen. Das Nest wird auf dem Erdboden in Pflanzenbeständen versteckt errichtet oder in Bäumen. Es besteht aus Gräsern und Kräutern und wird mit Federn und Daunen gepolstert. Das Gelege besteht aus 7 bis 9 weißen oder hellgrauen Eiern. Die Brutdauer beträgt ca. 24 bis 28 Tage. Nur das Weibchen brütet. Das Daunengefieder der Küken ist auf der Oberseite schwärzlich, auf der Unterseite gelblich. Sie werden noch 49 bis 56 Tage nach dem Schlupf von beiden Eltern betreut.
Systematik Die China-Fleckschnabelente erhielt ihren wissenschaftlichen Namen in einem Artikel über die Vögel Taiwans in dem ornithologischen Journal Ibis im Jahr 1866. Autor war der britische Naturforscher und Ornithologe Robert Swinhoe. Sie wurde lange Zeit als konspezifisch mit der Indien-Fleckschnabelente (Anas poecilorhyncha) oder als ihre Unterart betrachtet, kann jedoch deutlich von dieser unterschieden werden. Ihr Gefieder ist dunkler und mehr braun gefärbt als das der Indien-Fleckschnabelente, Brust und Bauch sind weniger weißlich geschuppt. Die beiden orangeroten Punkte an der Basis des Oberschnabels fehlen, ebenso der auffallende weiße Streifen oberhalb des Spiegels. Indien-Fleckschnabelente und China-Fleckschnabelente brüten sympatrisch im südlichen China, wobei gemischte Paare selten sind. Im Südosten von Sibirien hybridisiert die China-Fleckschnabelente mit der Stockente.
Gefährdung Die China-Fleckschnabelente gilt als ungefährdet. Das Verbreitungsgebiet ist sehr groß, und 2018 schätzte die IUCN den Bestand der China-Fleckschnabelente auf 0,8 bis 1,6 Millionen Individuen.
Einzelnachweise J. del Hoyo, N. Collar und G. M. Kirwan (2020): Eastern Spot-billed Duck (Anas zonorhyncha), Version 1.0. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana, Hrsg.). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. doi:10.2173/bow.spbduc.01
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Kategorie:Eigentliche Enten