mini|Adolf-Damaschke-Straße 56–58 Die Vulkanfiberfabrik ist ein Baudenkmal in Werder (Havel). Das ehemalige Industrieareal ist 34.000 m² groß und liegt südöstlich des Bahnhofs an der Havel und hatte bis in die 1970er Jahre einen eigenen Schiffsanleger.

Geschichte Die 1916 errichtete, älteste deutsche Vulkanfiber-Fabrik steht seit DDR-Zeiten unter Denkmalschutz. Vulkanfiber ist ein seit 1855 bekannter Werkstoff auf der Basis von Zellstoff.

Gebäude Als bemerkenswert gelten vor allem die freitragenden Dachbinderkonstruktionen der früheren Produktionshallen. Bis in die 1990er Jahre wurde hier der Werkstoff Vulkanfiber und Produkte daraus hergestellt. Der Berliner Arzt Jörg Maywald kaufte 1998 das Gelände und gestaltete Gelände und Gebäude neu.

Im Rahmen des Festivals Kulturland Brandenburg wurde im zweiten Halbjahr 2021 die Mikrofaktur Pionierfabrik Vulkanfiberfabrik die Geschichte, die Gegenwart und eine mögliche Zukunft der Vulkanfiberproduktion gezeigt.

Heutige Nutzung Das Restaurant Filterhaus bietet regionale und saisonale Speisen in einem historischen Gebäude mit Blick auf die Havel.

Die Marina Vulkan ist ein Yachthafen und eine auf Lackierung spezialisierte Sportbootwerft.

Ab 2000 nutzten die Künstlerinnen Ruth Gindhart und Gisela von Bruchhausen eine Halle als Bildhaueratelier. Heute ist das Atelier Vulkanfiberfabrik ein interdisziplinäres Atelier: Bildhauerei, Malerei, Fotografie, Bühnenbau. Im Jahr 2020 gründete sich der VulkanKunstWerke e. V. hier.

Weblinks

(privat betriebene Website über Dampfmaschinen)

Einzelnachweise

Vulkanfiberfabrik Vulkanfiberfabrik Kategorie:Galerie in Brandenburg Kategorie:Umgenutztes Bauwerk im Landkreis Potsdam-Mittelmark Kategorie:Industriebauwerk in Brandenburg Kategorie:Hafen in Brandenburg Kategorie:Unternehmensgründung 1916 Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Kunststoff) Kategorie:Backsteinarchitektur Kategorie:Erbaut 1916